DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Mobile Endgeräte für alle Schüler – landesweite digitale Lernstruktur schaffen

Zur Beibehaltung des sogenannten Distanzunterrichts im Rahmen des erneuten Lockdowns erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Es ist folgerichtig, dass bei dem derzeitigen hohen Infektionsgeschehen für die meisten Schülerinnen und Schüler kein Präsenzunterricht stattfinden kann. Aber ein ‚Weiterso‘ im sogenannten Homeschooling, bei dem viel zu viele Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte, nicht über die mobilen Endgeräte verfügen, darf es nicht geben.

Hier muss die Landesregierung endlich aktiv werden und die fehlenden Endgeräte für alle Schulen des Landes bestellen. Nur bei einem Großauftrag haben die Lehrer und Schüler überhaupt noch den Hauch einer Chance, vor den Sommerferien einen Computer zu bekommen.

Das kann dann der erste Schritt hin zu einer kompletten einheitlichen Struktur für digitales Lernen in den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns werden.

Wir müssen weg vom Kleinklein hin zu einer landesweit einheitlichen Lösung, um gleiche Bildungschancen und gleiche Voraussetzungen zum Zugang zur Bildung für jede Schülerin und jeden Schüler zu gewähren. Denn das bisherige System, jeder versucht, was er kann, hat zu einem Flickenteppich geführt, der komplett versagt.

Ein Arbeitsblatt ersetzt keine Lehrkraft. Um Kinder und Jugendliche zu unterrichten, braucht es mehr als Arbeitsaufträge und Kopien. Unterricht funktioniert nicht ohne Menschen, Lehrkräfte, die unbedingt in Videokonferenzen die Schülerinnen und Schüler unterrichten müssen. Bloßes Abarbeiten – ohne Begleitung und Unterstützung – ist kein Unterricht.

Auch Eltern dürfen nicht die Aufgaben von Lehrkräften übernehmen müssen, sie können mit ihren Kindern üben, sie aber nicht unterrichten.“

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