DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Nachwuchs wird zunehmend knapp – Referendare besser vergüten

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Absolventen der Lehramtsausbildung im Schuldienst“ (Drs. 7/5832, Anlage) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Dort, wo es an den Schulen brennt, wo der Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern besonders hoch ist, fehlt es zunehmend an Nachwuchs. 2019 blieben im Vorbereitungsdienst für Sonderpädagogik, für Regionale Schulen und für die Beruflichen Schulen 264 Stellen unbesetzt. Das ist mehr als die Hälfte der für diese Lehrämter zur Verfügung stehenden Stellen. Im Zusammenwirken mit den geringen Einstellungen im Februar dieses Jahres ist zu befürchten, dass sich die Lage beim Lehrernachwuchs noch erheblich verschärfen wird.

Ganz offensichtlich ist der Vorbereitungsdienst für Lehrkräfte hierzulande wenig attraktiv. Viele Lehramtsabsolventen kehren nach dem Studium dem Land den Rücken und absolvieren ihr Referendariat woanders. Diese Lehrerinnen und Lehrer gehen unseren Schulen in der Regel auf Dauer verloren.

Angesicht der beängstigend hohen Anzahl fehlender Lehrkräfte muss der Vorbereitungsdienst im Wettstreit um die künftigen Lehrerinnen und Lehrer wesentlich attraktiver werden. Dazu gehören neben abgestimmten Einstellungsterminen eine optimale Betreuung an den Schulen, weniger eigenverantwortlicher Unterricht und eine verkürzte Dauer des Vorbereitungsdienstes. Nicht zuletzt kann auch eine Anhebung der Bezüge für Referendarinnen und Referendare ein Vorteil im bundesweiten Wettbewerb um junge Lehrkräfte sein.“

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