DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Öffnung von Prostitutionsstätten auch in M-V prüfen

Zur Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts des Landes Sachsen-Anhalt, wonach Prostitutionsstätten wieder öffnen dürfen, erklärt die Abgeordnete der Linksfraktion, Karen Larisch:

„Nach den Lockerungsmaßnahmen u.a. für Diskotheken, Clubs, Märkte und andere Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern sollte auch die Öffnung von Prostitutionsstätten geprüft werden. Wie für andere Berufe mit direktem Kontakt zu anderen Menschen auch, kann die Ausübung der Sexarbeit unter Hygieneauflagen und regelmäßigen Tests wieder ermöglicht werden. Über die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung sollten Empfehlungen von Gesundheitsexperten eingeholt werden.

Ungeachtet dessen ist es unerlässlich, ein funktionierendes Netz aus Ausstiegshilfen, Beratung, Schutz und Unterstützung für Menschen zu knüpfen, die aus der Sackgasse Prostitution herauswollen. Allzu oft ist Sexarbeit mit Zwang, Gewalt und immenser Ausbeutung verknüpft.

Erst wenn Menschen aus mehreren existenzsichernden Möglichkeiten und ohne Beeinflussung entscheiden können, können sie eine selbstbestimmte Entscheidung treffen. Wer sich frei für den Beruf des Sexarbeiters oder der Sexarbeiterin entscheidet und diesen ausübt, dem und der müssen von Grund auf und durchgängig soziale Sicherheit, umfängliche Rechte und Selbstbestimmung garantiert werden.“

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