DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Ohne sie geht nichts – auch Reinigungskräfte sind systemrelevant

Zur heutigen Aussprache im Landtag „Ohne sie geht nichts – auch Reinigungskräfte sind systemrelevant“ erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

„Meine Fraktion unterstützt die aktuelle Kampagne ‚Ohne uns geht nix!‘, mit der die Industriegewerkschaft BAU auf die prekäre Situation der Beschäftigten in der Gebäudereinigung aufmerksam macht.

Ob in Kita, Schulen, der öffentlichen Verwaltung, Büros, Bussen oder Bahnen, Krankenhäuser oder Pflegeheimen – nicht nur in Corona-Zeiten leisten die Beschäftigten der Reinigungsbranche eine schwere, unverzichtbare Arbeit unter oftmals unzureichenden Arbeitsbedingungen. Nicht nur dass Mecklenburg-Vorpommern auch in dieser Branche im Lohnkeller der Bundesrepublik sitzt – den Beschäftigten fehlt bei ihrer schweren Arbeit oft auch die notwendige Schutzausrüstung. Schlechte Bezahlung und mangelnder Schutz der Beschäftigten sind Ausdruck der Geringschätzung der geleisteten Arbeit. Die Männer und Frauen verdienen Respekt und eine bessere Bezahlung, denn sie sind sehr wohl systemrelevant – auch wenn dieser Begriff umstritten ist.

In diesem Zusammenhang ist es äußerst kritisch zu bewerten, dass die Landesregierung ausgerechnet in der Zeit der Pandemie Kürzungen bei der Glas- und Raumreinigung um jährlich 50 000 Stunden ankündigt. In ihren Liegenschaften soll die Innenreinigung nur noch zweimal im Monat statt wöchentlich, die Fensterreinigung nur noch einmal im Jahr erfolgen. Dies ist in Zeiten erhöhter Hygieneanforderungen widersinnig und führt unweigerlich auch zu einem Arbeitsplatzabbau. Meine Fraktion fordert die Landesregierung auf, im Interesse der Beschäftigten und der Hygiene am Arbeitsplatz ihre Entscheidung zurückzunehmen.“

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