DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Rette sich, wer kann?!

Fast täglich werden neue Fälle bekannt, wonach sich politische Amtsträger gegen Corona haben impfen lassen – ohne dass sie laut Impfplan an der Reihe gewesen wären. Dazu erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Es werden immer mehr Fälle von politischen Amtsträgern bekannt, die offenbar nach der Devise ‚Rette sich, wer kann‘ handeln und sich vorzeitig impfen lassen. Ein derart unsolidarisches Verhalten ist aufs Schärfste zu verurteilen. Zu Recht prüft die Staatsanwaltschaft, ob in diesen Fällen gesetzwidrig gehandelt wurde.

Das Argument, man habe lediglich verhindern wollen, dass Impfstoff vernichtet werden muss, kann nicht gelten. Es muss doch endlich eine Möglichkeit gefunden werden, Impfstoff, der am Ende des Tages in einem Impfzentrum übrig ist, Menschen zu verabreichen, die wesentlich dringender auf den Infektionsschutz angewiesen sind – das sind zuallererst alte und vorerkrankte Personen. Dann müssen jene Beschäftigte an der Reihe sein, die tagtäglich mit vielen Menschen zu tun haben – etwa Kassiererinnen im Supermarkt oder Lehrkräfte. Sie sind nicht schwer zu finden und zu erreichen. Sie sollten von übriggebliebenen Impfdosen am Ende des Tages profitieren können – damit die Devise ‚Rette sich, wer kann‘ nicht länger Programm ist.“

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