DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Servicecenter von Bertelsmann/Majorel mit Millionen gefördert

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Ankündigung von Entlassungen bei Bertelsmann-Tochter Majorel“ (Drs. 7/5533) erklärt der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:

„Die Landesregierung bestätigt, dass von der Schließung der drei Call Center von Bertelsmann/Majorel an den Standorten in Neubrandenburg, Stralsund und Schwerin insgesamt 1000 Beschäftigte betroffen wären. Die Geschäftsführung der Firma Majorel hat der Landesregierung auch mitgeteilt, dass es ihr Ziel sei, für die betroffenen Beschäftigten nach Möglichkeit sozialverträgliche Lösungen zu finden.

Nach Angaben der Landesregierung hat die Bertelsmann-Tochterfirma Majorel in den Jahren 1997, 2006 und 2007 Investitionsförderungen in Höhe von insgesamt 6,132 Mio. Euro erhalten und wurde zusätzlich in bisher unbekannter Höhe von der Bundesagentur für Arbeit bei den Personalkosten unterstützt. Mit der Investitionsförderung für fünf Jahre durch das Land Mecklenburg-Vorpommern war die Zusage einer Bruttolohnsumme von 20 000 Euro für die Beschäftigten verbunden. Die jetzigen Arbeitsbedingungen, einschließlich der Löhne, sind der Landesregierung allerdings nicht bekannt und scheren sie auch auf Nachfrage bis zum heutigen Tage nicht.

Die Landesregierung muss sich fragen lassen, inwieweit die aktuelle Entwicklung bei Majorel Folgen für Mecklenburg-Vorpommern als Call-Center-Standort hat und welche Konsequenzen sie aus dieser Entwicklung zieht. Meine Fraktion wird die Landesregierung auch zu diesem Thema zur Rede stellen.“

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