DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Statt anhaltendes Herumdoktern ist zukunftsfähiges Konzept erforderlich

Zur Unterrichtung über den weiteren Fortgang der Fachkräfteoffensive im Bereich der Kindertagesförderung heute im Sozialausschuss erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Es ist lange bekannt, dass landauf, landab in den Kitas Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Da kommen die angekündigte Fachkräfte-Bedarfsanalyse und ein darauf abzielendes Konzept, wie die Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden können, reichlich spät und zum Teil zu spät. So erfolgte die Einführung des Ausbildungsganges zur staatlich anerkannten Erzieherin beziehungsweise zum staatlich anerkannten Erzieher für 0- bis 10-Jährige (ENZ) ohne belastbare Bedarfsanalyse.

Für die aktuell geplante Fachkräfteoffensive im Bereich der Tagespflege und bei den Alltagshilfskräften gilt das Gleiche. Letztere hat das Ziel, die coronabedingten Mehrbelastungen für die Erzieherinnen und Erzieher auszugleichen. Die damit offenbar verfolgte Strategie, Fachkräfte perspektivisch auch über Quereinstiege zu ermöglichen, ist durchaus sinnvoll. Allerdings hätten auch hier die nötigen Bedarfe längst ermittelt und die Alltagshelfer vor ihrer Tätigkeit angelernt werden müssen. Denn ihr geplanter Einsatz wird die Erzieherinnen und Erzieher zunächst noch stärker belasten, weil sie erst angeleitet werden müssen.

Statt anhaltendes Herumdoktern brauchen wir endlich ein zukunftsfähiges Konzept, wie Fachkräfte für den Kindertagesförderungsbereich gewonnen werden können. Nur so kann eine gute chancengleiche Bildung in den Kindertagesstätten und der Kindertagesförderung gewährleistet werden.“

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