DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Stopp der Privatisierung von Ackerböden!

Zur Ankündigung der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG), bis 2030 die restlichen Ackerflächen privatisieren zu wollen, erklärt die finanzpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler:

„Anstatt die verbleibenden Ackerflächen der BVVG endlich den Ländern zu übertragen, hält der Bund daran fest, Boden weiterhin zu Marktpreisen zu veräußern. Damit wird ein wichtiges Instrument aus der Hand gegeben, um den dringend notwendigen Umbau der Landwirtschaft voranzubringen – hin zu mehr Umwelt- und Tierschutz. Eine Verpachtung nach Kriterien, die etwa Junglandwirten mehr Chancen einräumt und eine regionale und bodengebundene Bewirtschaftung mit ökologischen Ansprüchen befördert, ist das Gebot der Stunde.

Es war und ist ein falscher Weg mit verheerenden Auswirkungen, dass der Bund Ackerböden privatisiert und sich damit an der Bodenspekulation aktiv beteiligt und den örtlichen Landwirten die Wirtschaftsgrundlage entzieht. Meine Fraktion fordert erneut, die Praxis des meistbietenden Verkaufs zu stoppen und dem Land endlich die Böden zu übertragen.“

Hintergrund. Die BVVG kündigte an, die in Mecklenburg-Vorpommern gelegenen restlichen 34 000 Hektar ehemals volkseigenen Ackerböden bis 2030 privatisieren zu wollen. In diesem Jahr sollen es 2 600 Hektar sein – Artikel SVZ 24.08.2021 „Ackerverkauf in MV geht in Schlussrunde“.

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