DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Transfeindlichkeit entschieden entgegenwirken

Zum morgigen Gedenktag für die Opfer von Transphobie erklärt die Abgeordnete der Linksfraktion, Karen Larisch:

„Diskriminierungen, Bedrohungen, körperliche und psychische Gewalt, teils brutale Übergriffe in der Schule, der Freizeit oder am Arbeitsplatz – das müssen Menschen aufgrund ihrer Transidentität erleiden. Personen, die sich keinem Geschlecht, einem anderen oder weiteren Geschlecht zuordnen oder sich zwischen den Geschlechtern sehen, werden oft Opfer von Transphobie. Sie werden bis zur Verzweiflung getrieben und haben Folgen für die Gesundheit und das Leben zu tragen.

Die Opfer von Transfeindlichkeit müssen umfassend unterstützt, geschützt und anerkannt werden. Transphobe Gewalt muss als solche benannt und geahndet werden. Es ist an der Zeit, die Augen nicht länger vor derartig feindlichen Einstellungen und Gewalt zu verschließen. Der Intoleranz und dem Unvermögen, verschiedene Identitäten und Lebensweisen zu akzeptieren, müssen entschieden und umfassend entgegengewirkt werden. Die Verstärkung der Aufklärungs-, Sensibilisierungs- und Bildungsarbeit sowie Diversity-Konzepte bis in die Privatwirtschaft hinein sind dabei unerlässlich. Die Linksfraktion fordert zudem eine bessere Unterstützung von Selbsthilfeorganisationen und die strukturelle und finanzielle Sicherstellung der Beratung transsexueller Menschen und ihrer Angehöriger in Mecklenburg-Vorpommern.“

Hintergrund: Der Gedenktag für die Opfer von Transphobie Transgender Day of Remembrance geht zurück auf den Mord an Rita Hester, einer afro-amerikanischen Transfrau in Allston (Massachusetts), im November 1998. Initiiert wurde der Gedenktag von Gwendolyn Ann Smith, einer Transfrau. Seitdem wird der Tag jährlich am 20. November international als Gedenktag begangen.

 

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