DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Verzicht auf zentrale Videoplattform gefährdet Kinder und Jugendliche

Zu den in Bayern, Hessen und Berlin bekannt gewordenen Fällen des Missbrauchs von Videounterricht auf freien Konferenzplattformen durch Dritte erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Die Berichte über gehackten Videounterricht, fremde Teilnehmer an der Unterrichtsstunde und für Kinder denkbar ungeeignete eingespielte Videos im Distanzunterricht machen einmal mehr deutlich, dass das Bildungsministerium endlich eine sichere zentrale Videoplattform einrichten muss. Viele Schulen müssen sich mangels eines geeigneten Angebots durch das Land mit diversen Anbietern behelfen, bei denen weder der Datenschutz geklärt noch die sichere Bedienung gewährleistet ist.

Das virtuelle Klassenzimmer ist die beste Form des Distanzunterrichts, weil Schülerinnen und Schüler sich an feste Zeiten halten müssen, die Unterrichtsstruktur geregelt wird und der Kontakt zu den Lehrkräften erhalten bleibt. Dennoch hat das Ministerium bewusst auf eine zentrale Plattform verzichtet. Noch nicht einmal Empfehlungen für geeignete Alternativen liegen den Schulen vor, das Ministerium lässt diese im Regen stehen. Dabei nimmt es eine Gefährdung der Kinder und Jugendlichen durch den möglichen Missbrauch von Videounterricht billigend in Kauf.

Bildungsministerin Bettina Martin muss sich umgehend dafür einsetzen, dass allen Schulen eine datenschutzkonforme und einfach zu bedienende Videoplattform für den Unterricht zur Verfügung gestellt wird. Es gibt eine Vielzahl von Beispielen, bei denen dies reibungslos und sicher funktioniert.“

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