DIE LINKE.Mecklenburg-Vorpommern: Von Krise am stärksten Betroffenen gehen bei Plänen der Ministerpräsidentin leer aus

Zur „Neustart-Prämie“ nach der Kurzarbeit, die von der Landesregierung angekündigt wurde, erklärt der arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische Sprecher, Henning Foerster:

„So richtig es ist, diejenigen zu belohnen, die in der Krise besonders von Kurzarbeit betroffen waren und nun beim Neustart des Landes anpacken, um so falscher ist es, alle anderen allein zu lassen und weiter zu benachteiligen.

Wer aus der Kurzarbeit zurückkommt, soll vom Land einen monatlichen steuerfreien Bonus von insgesamt bis zu 700 Euro erhalten. Was das konkret bedeutet, das bleibt noch ungewiss.

Diejenigen, die am meisten darauf angewiesen sind, also diejenigen, die in Kurzarbeit bleiben und auch diejenigen, die ihr Kurzarbeitergeld mit Hartz IV aufstocken müssen, gehen leer aus. Ganz zu schweigen von den Hartz-IV-Familien selbst.

Wieder einmal zeigt sich, gut gemeint, ist noch lange nicht gut gemacht, weil es mal wieder nicht bis zu Ende gedacht ist.

Denjenigen, die im Kurzarbeitergeldbezug verbleiben, wäre mit einer grundsätzlichen, sofortigen Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auch sofort geholfen. Hinzu kommt aus Sicht meiner Fraktion eine Verlängerung der Bezugsdauer, denn ob und wie sich die Wirtschaft bundesweit erholt, ist weiter ungewiss.“

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