DIE LINKE.Münster: Auspressen der Mieter*innen in Münster durch die LEG muss aufhören!

Zur Hauptversammlung der LEG am Mittwoch kommentiert Ortrud Philipp, Fraktionsvorsitzende der LINKEN Münster und Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl:

“Bedingt durch die Corona-Pandemie mussten und müssen viele Menschen, z.B. durch Kurzarbeit drastische finanzielle Einbußen hinnehmen. Dass der Vorstand des Wohnungskonzerns LEG in solch einer angespannten Situation allen Ernstes Dividenden in Höhe von 257 Millionen Euro an die Aktionäre ausschütten will, kann man nur als asozial bezeichnen. Gleichzeitig fällt die LEG auch in Münster durch große Rücksichtslosigkeit gegenüber Mieter*innen auf. Bei Mieter*innenvereinen stapeln sich die Beschwerden über den Konzern: Gravierende Wohnungsmängel, fehlende Anprechpartner*innen vor Ort, Mietsteigerungen und Kündigungsdrohungen sind wichtige Stichpunkte, aber auch Tricksereien bei Sanierungen, um die Mieten drastisch und unangemessen erhöhen zu können. Einem derartigen Geschäftsmodell, erst ermöglicht durch die von CDU und FDP in NRW beschlossene Privatisierung der LEG, erteilen wir eine Absage.”

Ulrich Thoden, Oberbürgermeisterkandidat der LINKEN in Münster ergänzt: “Viele LEG-Mieter*innen in Münster wehren sich zurecht dagegen, dass der Konzern sie auspresst, nur um Aktionären eine überzogene Dividende auszahlen zu können. Als LINKE in Münster fordern wir die Stadt Münster auf, sich für die Schaffung eines landesweiten Mietendeckels nach dem Berliner Modell stark zu machen und über eine Wiedervergesellschaftung der ehemaligen landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft nachzudenken. Darüber hinaus zeigt das Beispiel LEG auch, wie wichtig es ist, dass Wohnraum in öffentlicher Hand besteht, damit er dauerhaft bezahlbar bleibt.”

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