DIE LINKE.Münster: Die Arbeitgeber müssen von der Politik in die Pflicht genommen werden!

Zur Ausgestaltung des seit Mittwoch geltenden „harten Lockdowns“ erklärt Katharina Geuking, Kreissprecherin der LINKEN in Münster:
„Seit Mittwoch müssen Millionen Menschen in diesem Land noch härtere Einschränkungen hinnehmen. Eine überwältigende Mehrheit der Menschen in diesem Land trägt die Maßnahmen mit, weil sie notwendig sind, um die Infektionszahlen zu senken. Umso wichtiger wäre es, in solch einer Krisensituation die Lasten fair zu verteilen. Als LINKE in Münster sehen wir hier jedoch einen großen blinden Fleck in der Ausgestaltung der Maßnahmen. Während mit gesetzlichen Vorgaben bis ins privateste Umfeld hineinregiert wird, bleibt man bei Arbeitgebern weitesgehend bei Appellen und freundlichen Bitten. Es gibt kein Recht auf Home Office für Berufe, in denen dies technisch möglich ist. Die Arbeitgeber*innen werden auch nicht verpflichtet, Eltern von kleinen Kindern bezahlt freizustellen, damit sie ihre Kinder in den Schulen nicht einem erheblichen Infektionsrisiko aussetzen müssen. Und nach wie vor gibt es keine umfassenden und konkreten Vorgaben und Kontrollen um an Arbeitsplätzen, bspw. in Produktion und Logistik, einen Infektionsschutz zu gewährleisten, der den Namen auch verdient.“

Ulrich Thoden, Sprecher der Linksfraktion ergänzt: „Wir finden diese Leerstelle nicht nur unfair, sondern auch ziemlich fahrlässig. Denn wenn man die Arbeitsplätze unangetastet lässt, dann legt man gerade da die Hände in den Schoß, wo die meisten Erwachsenen jeden Tag den Großteil ihrer wachen Zeit verbringen. Es sollte nicht dem Gutdünken der einzelnen Arbeitgeber überlassen bleiben, was sie zu diesem Lockdown beitragen wollen!“

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