DIE LINKE.Münster: Die Verbesserung des Busverkehrs muss endlich Priorität werden

Anlässlich der aktuellen Berichterstattung im Vorfeld der Diskussion um den Masterplan Mobilität 2035+ erklärt Ulrich Thoden, verkehrspolitischer Sprecher und Fraktionssprecher der LINKEN im Stadtrat von Münster:

„Wir LINKEN weisen schon seit Jahren darauf hin, dass der öffentliche Nahverkehr, insbesondere der Busverkehr, in Münster der Dreh- und Angelpunkt der Verkehrswende sein muss. Natürlich freuen auch wir uns über jede neue Fahrradstraße und jede*n Münsteraner*in, die sich entschließt, öfter mal auf das Rad zu steigen. Doch der Ausbau des Radanteils an der Mobilität in Münster hat leider objektive Grenzen. Diese liegen darin begründet, dass die Strecken für viele Menschen schnell zu weit werden. Nicht jede*r ist in der körperlichen Verfassung, die alltäglichen Wege mit dem Rad zu bewältigen. Der Busverkehr muss hier die für alle Menschen leicht zugängliche Alternative sein. Leider ist der Nahverkehr in Münster dazu in seinem aktuellen Zustand schlicht nicht zu gebrauchen. Er ist mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16 km/h extrem langsam und mit 3,30 € für eine spontane Einzelfahrt auch sehr teuer. Der Umstieg vom Auto auf den Bus wird so extrem erschwert.“

Heiko Wischnewski, umweltpolitischer Sprecher der LINKEN Münster ergänzt:
„Damit der Busverkehr spürbar beschleunigt und gegenüber dem Auto die bessere Alternative wird, muss er auf allen Straßen Vorrang haben. Gerade beim Busverkehr bringt es nur wenig, abschnittsweise und dort wo es gerade vermeintlich gut passt, eine Busspur unterzubringen. Statt Flickwerk brauchen wir hier mutige Entscheidungen. Für uns ist auch ganz klar, dass eine spürbare Verbesserung des ÖPNV der erste Schritt sein muss, bevor eine autofreie Innenstadt umgesetzt werden kann. Auch eine gute Kommunikation und gemeinsame Planung mit den umliegenden Gemeinden wird für eine klimafreundliche Verkehrswende zentral sein. Gleichzeitig brauchen wir einen komplett kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, mindestens aber eine Beendigung des Tarifdschungels, gepaart mit deutlich geringeren Ticketpreisen.“

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