DIE LINKE.Münster: Flyover bleibt mehr denn je millionenschwere Mogelpackung

Zur aktuellen Berichterstattung zur geplanten Flyover-Fahrradbrücke erklärt Ulrich Thoden, Fraktionssprecher der LINKEN Ratsfraktion sowie verkehrspolitischer Sprecher:

„Die Flyover-Brücke war noch nie Baustein einer sozial-ökologischen Verkehrswende sondern schon immer ein millionenschweres Prestigeprojekt mit dem einzigen Ziel, den lauten, klimaschädlichen und ineffizienten motorisierten Individualverkehr nicht einschränken zu müssen. Ginge es der Stadtverwaltung hier wirklich um eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik, würde man den Autoverkehr auf der Weseler Straße einschränken und Radfahrer*innen, Bussen und Fußgänger*innen mehr Platz einräumen. Stattdessen sollen durch das Flyover die Fahrräder ausgelagert werden, damit die Autos weiter ohne Einschränkungen rollen können. Diese Verkehrspolitik aus dem vergangenen Jahrhundert haben wir als LINKE von Beginn an konsequent abgelehnt und werden dies auch weiterhin tun.“

Jörg Berning, LINKEN-Bezirksvertreter in Münster-Mitte ergänzt:

„Angesichts der aktuellen Berichterstattung um die doppelte und widersprüchliche Machbarkeitsstudie bekommt das Projekt jetzt noch ein ganz anderes Geschmäckle. Es drängt sich der Eindruck auf, dass sich hier eine Studie so lange zurecht beauftragt wurde, bis der Verwaltung das Ergebnis passt. Und das einzig und allein, um eine unsinnige und millionenschwere verkehrspolitische Mogelpackung auf Teufel komm raus durchzudrücken. Bevor aufgrund von, mindestens zweifelhaften, Studien über mehrere Millionen Euro entschieden wird, muss dieser Vorgang aufgeklärt werden.“

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