DIE LINKE.Münster: LINKE gegen Schweinemastanlage an der Hohen Ward

Zu den Plänen eines Landwirtes, im Landschaftsschutzgebiet zwischen Emmerbach und Hohe Ward eine Schweinemastanlage zu bauen, erklärt Ortrud Philipp, Bezirksvertreterin in Münster-Hiltrup und Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Stadtrat:

„Als LINKE lehnen wir dieses Vorhaben klar ab. Die Nähe zum Wohngebiet in Hiltrup-Ost, der Trinkwasserschutz, Artenschutzmaßnahmen im Umfeld – die Argumente gegen dieses Vorhaben liegen auf der Hand. Natürlich haben wir zu Kenntnis genommen, dass die Verwaltung hier wenig bauordnungsrechtliche Entscheidungsspielräume sieht. Das werden wir jedoch nicht einfach so stehen lassen. Denn bei einem Vorhaben, das in so offensichtlicher Weise das Leben der Hiltruper*innen, sowie die Unversehrtheit von Gemeingütern wie Wasser und Artenvielfalt betrifft, darf die Stadtgesellschaft nicht einfach von jeder Mitsprache ausgeschlossen werden. Wir stellen uns deshalb ganz klar hinter die Anwohner*innen, die hier schon aktiv geworden sind, und fordern, dass die Stadt in einen Dialog mit dem Landwirt tritt. Sollte es hier tatsächlich keine rechtliche Handhabe geben, muss versucht werden, über das Mittel des Dialoges ein andere Lösung zu finden.“

Heiko Wischnewski, umwelt- und klimapolitischer Sprecher der LINKEN ergänzt: „Der Klimawandel ist eines der größten Probleme unserer Zeit. Münster will bis 2030 klimaneutral werden. Angesichts der Rolle, die die Tierhaltung beim Klimawandel spielt, erscheint es geradezu anachronistisch, im Jahr 2021 einen Maststall zu planen. Natürlich haben wir großes Verständnis dafür, dass der Landwirt wirtschaften möchte und auch muss. Dennoch muss die Landwirtschaft und auch die Gesellschaft als Ganze in Bezug auf die Haltung und den Konsum von Tieren endlich zu einem Umdenken kommen. Groß- und Massentierhaltung verursacht nicht nur Tierleid, Umwelt- und Klimaschäden. Inzwischen wird auch immer klarer, dass Tierhaltung und die Bedrohung der Artenvielfalt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Pandemien spielen.“

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