DIE LINKE.Münster: Öffnungsexperimente durch die Hintertür

Angesichts der Meldungen, dass die Stadt Münster auch trotz Inzidenzen
über 100 durch eine Allgemeinverfügung die Geschäfte offen halten will,
erklärt Ulrich Thoden, Fraktionssprecher der LINKEN Ratsfraktion
Münster:

„Erst vor drei Tagen hat die Stadt das Modellprojekt für Öffnungen erst
mal ‚für unbestimmte Zeit‘ ausgesetzt. Gelernt hat sie aber offenbar
nichts, wenn sie jetzt die Geschäfte trotz Inzidenz über 100 weiter
öffnen möchte. Das sind nichts anderes als doch wieder
Öffnungsexperimente durch die Hintertür. Seit Monaten sehen wir jetzt
das gleiche Bild. Bund und Länder beschließen Maßnahmen, die ohnehin
nicht weit genug gehen. Und dann werden noch nicht mal diese Maßnahmen
konsequent eingehalten.“

Katharina Geuking, Kreissprecherin der LINKEN Münster ergänzt:

„Dabei ändert es auch wenig, dass die Stadt für die Öffnungen auf einen
negativen Schnelltest besteht. Denn wie erst kürzlich berichtet wurde,
erkennen diese eine Infektion an drei von acht Tagen in der
hochansteckenden Phase gar nicht. Wir brauchen jetzt einen konsequenten
Shutdown, der endlich auch die Wirtschaft verpflichtend mit
einschließt, statt immer nur das Privatleben der Menschen
einzuschränken, um die Zahlen nahe Null zu drücken. Sobald das erreicht
ist, können dann durch konsequentes und schnelles Handeln die Zahlen
nahe Null gehalten werden, das zeigen Best-Practice-Beispiele aus
vielen Ländern, in denen durch diese Strategie ein nahezu normales
Leben wieder möglich ist.“

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