DIE LINKE.Münster: Studie zur Zukunft des FMO ist Augenwischerei

Zur Vereinbarung des neuen Ratsbündnisses über den zukünftigen Umgang
mit dem Flughafen MünsterOsnabrück erklärt Heiko Wischnewski,
klimapolitischer Sprecher der Linksfraktion:

„Die angekündigte wissenschaftliche Studie zur Zukunft des Flughafen
Münster-Osnabrück, in der eine Abwicklung des Flughafens nur eine unter
mehrere Optionen sein soll, ist Augenwischerei und verschwendet
wertvolle Zeit, die wir bei der Bekämpfung des Klimawandels nicht
haben. Die Auswirkungen des Flugverkehrs auf das Klima sind bereits in
vielen Studien untersucht worden: Das Ergebnis ist immer wieder das
gleiche: Fliegen ist eine der, wenn nicht sogar die energieintensivste
und klimaschädlichste menschlichste Aktivität überhaupt und es führt
kein Weg daran vorbei, einen Großteil des Verkehrs auf
klimafreundlichere Alternativen, insbesondere die Schiene, zu verlegen.
Ein kleiner regionaler Flughafen mit einem großen Anteil an
Kurzstrecken- und Inlandsflügen passt da beim besten Willen nicht ins
Bild.“

Ulrich Thoden, Fraktions- und verkehrspolitischer Sprecher der
Linksfraktion ergänzt:

„Statt einer Studie über das ‚Ob‘, hätten wir uns eine Studie über das
‚Wie‘ gewünscht. Wie schaffen wir es, die Abwicklung sozial verträglich
zu gestalten und Nachteile für die Beschäftigten des FMO zu verhindern?
Wie lassen sich die nun vorhandenen Infrastrukturen sinnvoll umnutzen?
Welche Kapazitäten müssten bspw. im Bereich des Schienenverkehrs
geschaffen werden, um die Abwicklung des Flughafens zu kompensieren?
Das sind Fragen, die dringend beantwortet werden müssen, um die
sozial-ökologische Verkehrswende voran zu bringen. Wir sind sehr
enttäuscht, dass die Grünen hier nicht mehr Druck gemacht haben, sich
auf die dringend notwendige Abwicklung des Flughafens zu verständigen.“

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