DIE LINKE.Niedersachsen: Bund und Land lassen Schulen weiter eiskalt abblitzen

LINKE. Niedersachsen fordert endlich flächendeckend Luftfilteranlagen

„Bund und Länder haben monatelang versäumt, die Schulen für den Corona-Winter fit zu machen. Im Rahmen eines ‚Schutzpaket Corona‘ ermöglicht nun zumindest die Landesregierung Mittel für Luftfilter zu beantragen – Dies allerdings wieder nur ‚in besonderen Ausnahmefällen‘. Ansonsten hält man dort stur an der 20-5-20 Lüftungsregel fest. Abgesehen davon, dass das Stoßlüften während der Unterrichtszeit zu großer Unruhe führt, scheint es im Umfeld der GroKo in Hannover deutlich wärmer zu sein als im Rest von Niedersachsen – anders ist es nicht zu erklären, dass solche Lüftungsempfehlungen gebetsmühlenartig wiederholt werden und Kinder, Jugendliche und Lehrer*innen mittlerweile mit dicken Pullovern und Jacken im Unterricht sitzen. Statt Corona reicht es so mindestens für eine Lungenentzündung. Den Kindern und Jugendlichen, aber auch den Lehrer*innen sowie pädagogischen Mitarbeiter*innen wird mit den neuen Corona-Regeln schon genug abverlangt, es wäre das Mindeste, dass sie dabei nicht auch noch frieren müssen. Deshalb brauchen wir dringend Luftfilter und die dafür nötigen finanziellen Mittel von Bund und Land!“, kritisiert Heidi Reichinnek, Vorsitzende der LINKEN. Niedersachsen.

Co-Vorsitzender Lars Leopold ergänzt: „Trotz gestiegener Corona-Infektionszahlen wird in den Schulen so lange wie möglich am Präsenzunterricht festgehalten. Da ist es unverantwortlich, die Schulen nicht ausreichend mit Luftfiltern auszustatten, um virenhaltige Aerosole aus der Luft filtern und den Aufenthalt halbwegs sicher zu machen. Statt die Schulen länger mit ‚tollen‘ Lüftungstipps hinzuhalten, müssen Bund und Land endlich gemeinsam ein Programm zur flächendeckenden Anschaffung von Luftfiltern für unsere Schulen auf den Weg bringen! Dies gilt vor allem für Schulräume, in denen die Fenster nicht geöffnet werden können oder die innenliegend sind und daher nicht mal über Fenster zum Lüften verfügen. Doch stattdessen schickt die Landesregierung Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte ohne Abstand in kalte Klassenräume. Jetzt rächt sich die Gleichgültigkeit der letzten Jahre, mit der die Überlastung der Lehrkräfte und der Lehrermangel ebenso wie die mangelnde Ausstattung der Schulen vom Kultusminister konsequent ignoriert wurden.“

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