DIE LINKE.Niedersachsen: Das Gedenken ist ein Auftrag zum Antifaschismus

Vor 76 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee der Sowjetunion das nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz und setzte dem grausamen Handeln dort ein Ende. Eineinhalb Millionen Menschen – darunter fast 1,3 Millionen jüdische Menschen, Roma und Sinti, sowjetische Kriegsgefangene, Homosexuelle, Gewerkschafter*innen, antifaschistische Widerstandskämpfer*innen und viele mehr wurden hier ermordet. Seitdem steht Auschwitz als Symbol für die Vernichtung von Menschenleben und ist Ausdruck unvergleichlicher Barbarei durch den Rassenwahn im deutschen Faschismus. Daraus gilt es zu lernen.

Ab 1963 brachte nicht zuletzt das mutige und aufklärerische Wirken von Frankfurter Staatsanwälten um den damaligen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, in der Erwirkung der Ausschwitzprozesse und der Verurteilung von Eichmann, entgegen der damaligen Konrad-Adenauer Regierung (CDU), dieses Verbrechen in das Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit. Wir dürfen nicht vergessen – Hinter den Nazis stand das Geschäft. Das Interesse der Führungsschichten der damaligen Industrie- und Bankenwelt. Den militärischen sowie staatlichen Apparat bestimmte eine Politik des Gewinn- und Machtstrebens welche zwei Funktionen erfüllen sollte. Nach innen: die autoritäre Absicherung sozialer Privilegien von Wenigen. Das stand demokratischen Bestrebungen der Bevölkerung entgegen, welche die Eigentumsverhältnisse zunehmend in Frage stellte. Nach außen: die Einleitung der Durchsetzung großangelegter Expansionspolitik durch Krieg, mit der Zielsetzung dem deutschen Reich „einen Platz an der Sonne“ zu verschaffen. Die Ideologie, bestehend aus Rassismus, Antisemitismus, Chauvinismus, Nationalismus und Militarismus war hierbei der Zweck. Ziel war von Anfang der erweiterte Zugriff auf Rohstoffe und Absatzmärkte sowie Investitionsgebiete.

Der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ist Mahnung, endlich den Nährboden für Faschismus auszutrocknen und gegen das kleine und große Unrecht dieser Tage vorzugehen – überall dort wo die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Es bedarf einem Ende der neoliberalen Politik, welche Menschen in Armut stürzt, Menschen aus Nord- und Südeuropa und West- und Osteuropa gegeneinander ausspielt. Einer Politik, welche durch die Beteiligung an einer Expansionspolitik, durch unfaire Freihandelsabkommen und Kriege andere Völker mordet und zur Flucht treibt und eben diese Menschen an der Festung Europas sterben lässt sowie die, die es rein schaffen zu Sündenböcken erklärt. Es bedarf eines Endes jener Politik, die das Profitstreben über die Würde des Menschen setzt. Dafür kommt es auf das Engagement jeder und jedes Einzelnen an.

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