DIE LINKE.Niedersachsen: DIE LINKE. Niedersachsen verurteilt Brandanschlag auf Antifa Café in Braunschweig

Dienstagabend am 9. März wurde ein Brandanschlag am Antifaschistischen Café in Braunschweig verübt. Mehrere Feuerwehrwagen rückten gegen 19 Uhr an, um den Brand, der zwischenzeitlich von Anwohnern bekämpft werden konnte, auf dem Innenhof des Mietshauses in der Eichtalstraße 8 zu löschen. In Brand gesteckt wurde ein Kinderwagenanhänger, welcher in unmittelbarer Nähe zum Antifa Café stand. Die Polizei soll erst am nächsten Morgen Ermittlungen aufgenommen haben, nachdem sie von der Feuerwehr erfahren habe, dass das Antifa Café  betroffen sei.

Diese Verzögerung wirft Fragen auf und Ursula Weisser-Roelle, stellv. Landesvorsitzende sowie Kreisvorsitzende in Braunschweig zeigt sich hoch alarmiert: „Feuerwehr und die zuständige Polizeidienststellen müssen die Zeitverzögerung schon erklären. Das Antifa Café ist vielen Bevölkerungskreisen an diesem Standort bekannt und ein Hassobjekt der faschistischen Szene, wie auch unser Parteibüro in der Wendenstraße, das ebenfalls gehäuft von Sachbeschädigung durch die extreme Rechte betroffen ist.  Wenn die Ermittlungen den begründeten Verdacht bestätigen sollten, dass die faschistische Szene für diesen Brandanschlag verantwortlich ist, dann wäre das eine ungeheuerliche Eskalation hin zum Rechtsterrorismus, der auch das Leben  vieler Mieter*innen der angrenzenden Wohnhäuser hochgradig gefährdet hat.“

Hans-Georg Hartwig, Landesvorstandsmitglied sowie Mitglied im Kreisvorstand DIE LINKE Braunschweig kritisiert das Verhalten der Polizei: „In unmittelbarer Nähe zum Tatort, nur eine Stunde nachdem der Brand gelegt wurde, hat die Polizei drei stadtbekannte Nazis entdeckt. Einer davon, der verurteilte Schläger Pierre Bauer, welcher unbehelligt weiter Nazi-Sticker an einer Bushaltestelle verklebte. Statt einer Kontrolle, liess die Polizei sie einfach laufen. Die Polizei wird sich hier einige unbequeme Fragen stellen lassen müssen.“

Anne Zimmerman, Landesvorstandsmitglied und ehemals aktiv im betroffenen Antifa Café ergänzt: „Seit den 90er Jahren ist das Antifaschistische Café in Braunschweig ein Treffpunkt für Menschen, die sich gegen Nazis und Rassisten einsetzen. Hier finden schon immer auch Veranstaltungen satt, die zur politischen Bildung beitragen. Dieses Engagement ist beispielgebend und verdient unsere uneingeschränkte Solidarität.“

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