DIE LINKE.Niedersachsen: DIE LINKE. protestiert gegen weitere Wolfsabschüsse in Niedersachsen

Umweltminister Lies (SPD), fällt zunehmend durch seine starrsinnige und technokratische Vorgehensweise mit dem Umgang von Wölfen auf. Wiederum wurden insgesamt drei Jungwölfe bzw. Welpen in Niedersachsen durch eine Weisung des Umweltministers Lies getötet. Ziel ist und war Abschusses des Rüden GW717m. Eine von ihm selbst verfügte Ausnahmegenehmigung bezog sich allerdings auf einen männlichen Wolf, dem das Rissgeschehen überwiegend zugeordnet werden konnten. Die nun geschossenen Welpen stehen in keinem Zusammenhang mit den dokumentieren Rissen. Grundlage für die erfolgten Abschüsse, sollen das Bundesnaturschutzgesetzt, §45a, die niedersächsische Wolfsverordnung und der Koalionsvertrag zwischen SPD und CDU bilden, auf die sich Lies beruft.

Dazu Heidi Reichinnek, Vorsitzende der LINKEN Niedersachsen: „Die LINKE im Bundestag hat bereits gegen die Aufweichung des Bundesnaturschutzgesetzes gestimmt und strebt eine Rüge bei der EU-Kommission an. Betrachtet man den Koalitionsvertrag finden sich dort zahlreiche angekündigte Maßnahmen zum Umgang mit Wölfen, die jedoch nicht oder nur teilweise ugmesetzt wurden, z.B. die Weiterentwicklung des Wolfsmanagement, die Entbürokratisierung bei Entschädigungsleistungen der Weidetierhalter, die Transparenz und die Rechtsicherheit bei einer Entnahme. Anstatt sich an dieses umfassende Konzept zu halten, wird lieber geschossen. Dies scheint die präferierte einfache Lösung zu sein. Natürlich ist der Frust gerade bei Landwirt*innen groß, wenn Wolfsrisse zunehmen. Deswegen ist eine gute Zusammenarbeit sowie eine Unterstützung bei Schutzmaßnahmen und ein finanzieller Ausgleich im Fall von Schäden durch Wolfsrisse unabdingbar.“

Jochen Wenk, Mitglied im Kreisverband Lüneburg, ergänzt:
„Wir fordern den Umweltminister auf, dort, wo es zu Wolfsrissen kommt, schnell und unbürokratisch Hilfe zu gewähren werden. Die Finanzierung und Unterstützung bei Schutzmaßnahmen in Form von Zäunen und Herdenschutzhunden sowie Beratungsangeboten sind ebenfalls zentral für eine umfassende Strategie, die die Interessen von Landwirt*innen ebenso im Blick hat wie den Schutz des Wolfes. Hier ist auch zwingend der wolfabweisende Schutz von Rindern und Kälbern sowie Pferden (Kleinpferde und Ponys) mitaufzunehmen. Natürlich ist dieser Weg komplizierter – aber genau das  muss der Weg eines Umweltministers sein!“

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