DIE LINKE.Niedersachsen: Schulszenario A, B oder C? – Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn hier nichts mehr geht

Bund und Länder haben kurzfristig beschlossen, dass ab dem 14.12. die Präsenzpflicht an Schulen ausgesetzt wird, ab dem 16.12. sind die Schulen nur noch für eine Notbetreuung geöffnet. 

Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende der LINKEN Niedersachsen dazu: „Dass die Schulen jetzt geschlossen werden, ist längst überfällig. Viel zu lange wurde mit aller Macht versucht, den Betrieb am Laufen zu halten – mit irrsinnigen Hygieneregeln, bei denen die Kinder im Minutentakt durch die Schule geschleust werden müssen, Sport mit 2 Meter Abstand durchführen sollen und 20 Kinder sich vor dem Unterricht an einem Waschbecken mit kaltem Wasser jeweils 30 Sekunden die Hände waschen müssen, aber bitte binnen 5 Minuten. Die sich ständig ändernden Vorgaben haben ein riesiges Chaos provoziert und nicht nur den Kindern und Jugendlichen das Leben schwer gemacht, sondern auch deren Eltern, den Lehrer*innen, pädagogischen Mitarbeitenden und den Schulleiter*innen schlaflose Nächte und graue Haare bereitet. Schon lange haben Wissenschaftler*innen, Schülervertretungen und viele andere ein flächendeckendes Szenario B gefordert statt weiter unausgereifte Lüftungskonzepte an die Schulen zu schicken und Kniebeugen als Aufwärmmöglichkeit zu empfehlen. Die Landesregierung hat hier katastrophal versagt. Als guten Vorsatz für 2021 wünschen wir uns endlich, dass das Kultusministerium im Interesse der Kinder und Jugendlichen handelt.“

Co-Vorsitzender Lars Leopold ergänzt: „Neben allem, was in den Schulen im Argen liegt, ist ein planvolles Vorgehen während dieser schwierigen Zeit die wichtigste Aufgabe! Die Pandemie dauert nun bereits neun Monate und die Landesregierung fährt einen unverantwortlichen Schlingerkurs im Umgang mit den Schulen. So gibt es bisher gibt es kein vernünftiges Konzept für das Homeschooling. Da hängt vieles vom persönlichen Engagement der Lehrkräfte ab, ob digital unterrichtet wird oder lediglich Aufgaben per Mail verteilt werden. Das Kultusministerium muss daher die Weihnachtsferien nutzen, um mindestens für Januar und Februar endlich ein tragfähiges Konzept zu entwickeln. Statt weiter nur auf die Möglichkeit von Präsenzunterricht zu hoffen, sollten auch Alternativen verfolgt werden, auf die sich alle einstellen können. Das könnte z.B. für mehrere Wochen flächendeckend das Szenario B sein. Dies würde zudem auch den Schüler*innentransport entlasten – in den Schulbussen sitzen die Kinder und Jugendlichen nämlich dicht an dicht, was in den Schulen vorher möglichst vermieden werden soll. Das ist doch nicht durchdacht – Da muss das Kultusministerium endlich nachbessern!“

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