DIE LINKE.Niedersachsen: Solidarität mit den Beschäftigen von Galeria Karstadt Kaufhof – Innenstädte retten!

Der zum österreichischen Immobilien-Holding Signa Galeria Karstadt Kaufhof-Konzern hat angekündigt mindestens sechs Filialen in Niedersachsen und Bremen zuschließen. So sind unter anderem das Karstadt-Haus in Hannovers Georgstraße oder in Osnabrück die Filiale am Neumarkt, aber auch Kaufhof in Braunschweig und Karstadt in Goslar betroffen.

„Galeria Karstadt Kaufhof droht mitten in der Corona-Krise zu einem Vorboten für ein Sterben der Innenstädte zu werden. Die niedersächsische Landesregierung hat tatenlos zugesehen, wie hier hunderte Menschen ihre Arbeit verlieren und mit Galeria Kaufhof oder Karstadt zentrale Ankermieter in Niedersachsens Innenstädten dichtmachen. Galeria Karstadt Kaufhof ist nicht irgendwer. Die Warenhäuser sind für viele Innenstädte von zentraler Bedeutung. Gerade in Zeiten des Online-Handels, sind sie aufgrund ihrer breiten Produktpalette wichtige Kundenmagneten für die Städte. Es muss deswegen sofort verhindert werden, dass das breite Aus für die niedersächsischen Kaufhäuser zu einem Dominoeffekt bei anderen Einzelhändlern führt!“, fordert Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN. 

Co-Vorsitzende Heidi Reichinnek ergänzt: „Der österreichische Immobilieninvestor René Benko, dessen Signa-Holding der Warenhauskonzern gehört, war stets nur an der Verwertung der Immobilien in bester Innenstadtlage interessiert. Anstatt ein Zukunftskonzept zu entwickeln und die Filialen auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten, wie von der Gewerkschaft ver.di schon seit Jahren gefordert, wurde nur versucht, so lange wie möglich Gewinne einzufahren. Die Ankündigung der radikalen Filialschließungen ist ein Schlag ins Gesicht für alle betroffenen Kolleg*innen! Sie haben in mittlerweile 16 Jahren der Sanierung immer wieder auf Gehalt verzichtet. Nun werden sie für Managementfehler abgestraft und für Immobilien-Profite geopfert. Wir stehen solidarisch an der Seite der Beschäftigten – vor wenigen Wochen noch als Alltagsheld*innen beklatscht, heute eiskalt auf die Straße gesetzt. Ein unsagbarer Skandal!“

 

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