DIE LINKE.Niedersachsen: Stammarbeitsplätze in der Meyer Werft langfristig sichern

Am 3. September hat Janine Wissler, Bundesvorsitzende der Partei DIE LINKE, die Meyer Werft in Papenburg besucht. Zusammen mit Franziska Junker, Mitglied im Landesvorstand der LINKEN Niedersachsen,  informierte sie sich bei Thomas Gelder, dem 1. Bevollmächtigten der IG Metall Leer Papenburg, und Nico Bloem, dem Betriebsratsvorsitzenden der Meyer Werft, über die Situation am größten Schiffsbau-Standort Deutschlands. Der Konzern wollte jüngst über 1.000 Arbeitsplätze abbauen. Durch Verhandlungen des Betriebsrats und der IG Metall konnten 650 von ihnen bis Ende 2023 gesichert werden. 

Dazu Janine Wissler: „Wir haben uns mit dem Betriebsrat und der IG Metall ausgetauscht über die Situation des Schiffbaus, den zunehmenden Einsatz von Werkverträgen und die Herausforderungen des sozial-ökologischen Umbaus. Bei der Meyer Werft werden Stammarbeitsplätze durch Beschäftigte mit Werkverträgen ersetzt. Diese sind von der betrieblichen Mitbestimmung quasi ausgeschlossen und arbeiten zu geringeren Löhnen und unter schlechteren Bedingungen. Das ist das Gegenteil von guter Arbeit. DIE LINKE will Tarifverträge stärken und Leiharbeit und Werkvertragsbeschäftigungen möglichst in reguläre, voll sozial abgesicherte Arbeitsverhältnisse überführen. Bis dahin, müssen die Vergabe von Werkverträgen und der Einsatz von Leiharbeit an die Zustimmung des Betriebsrats und die Einhaltung der im Kernbetrieb gültigen Tarifverträge gebunden werden.“

Dazu Franziska Junker: „Die Politik muss endlich die Mitbestimmung der Betriebsräte stärken. Die prekären Beschäftigungsformen wie Leiharbeit und Werkverträge müssen der erzwingbaren Mitbestimmung unterliegen. Prekäre Beschäftigungsformen disziplinieren die Stammbelegschaft, es wird Druck auf die Löhne und Gehälter und die Arbeitsbedingungen ausgeübt. Diesem Missbrauch muss endlich der Riegel vorgeschoben werden.“

 

 

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