DIE LINKE.NRW: Sicherheit für Leiter*innen von Integrationskursen schaffen

Jules El-Khatib, migrationspolitischer Sprecher von DIE LINKE NRW, ergänzt: „Die Arbeit der Lehrkräfte im Integrationsbereich ist unverzichtbar. Sie tragen dazu bei, dass sich Geflüchtete und Migrant*innen in Deutschland einleben können und Perspektiven erhalten. Dass ausgerechnet ihnen jegliche Perspektive genommen wird, ist bizarr. Die Landesregierung muss daher das Anliegen der Initiative ‚Deutsch als Zweitsprache‘ (DaZ) ernst nehmen.“

Aus der Praxis berichtet Ingo Langenbach, Honorarlehrkraft für Integrationskurse in Siegen: „Wir Honorarlehrkräfte in der Erwachsenenbildung begleiten Menschen auf ihrem Weg in unsere Gesellschaft. Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe und nicht irgendein Job. Aber unsere Situation ist prekär, unser Reallohn liegt kaum über dem Mindestlohn für ungelernte Arbeitskräfte. Wir werden mit zeitlich befristeten Honorarverträgen abgespeist, zahlen unsere Rentenversicherung und Krankenkassenbeiträge zu 100 Prozent selbst und haben keinen Anspruch auf Verdienstausfall im Krankheitsfall und bekommen kein Urlaubsgeld. Dieser Zustand ist nicht mehr hinnehmbar. Es muss verlässliche und sinnvolle Lösungen sowie sichere und bundesweit einheitliche Angestelltenverhältnisse bei den Trägern für uns Lehrkräfte geben sowie eine Gleichstellung mit Lehrkräften an öffentlichen Schulen anstatt der Gewissheit auf Altersarmut. Das muss drin sein! Das gilt umso mehr, wenn es sich dabei um Tätigkeiten im öffentlichen Auftrag handelt. Schließlich ist Integration und Bildung eine Daueraufgabe der Gesellschaft, die auf- und nicht abgewertet werden darf.“

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