DIE LINKE.Paderborn: Steigerung des städtischen Angebots an Ausbildungsstellen

Begründung

Die Gemeinde-Prüfungsanstalt hatte in der letzten Überprüfung festgestellt, dass die Personalausstattung in der städtischen Verwaltung sehr eng gesetzt, sozusagen „auf Kante genäht“ ist! Gegenzusteuern ist im doppelten Sinne dringend und notwendig:

Immer wieder werden wichtige Verwaltungsaufgaben, auch Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln, abgewiesen mit dem Hinweis auf mangelndes Personal oder auf Überlastung des vorhandenen Personals. So beispielsweise, wenn es um den Aufbau einer städtischen Immobilien-verwaltung geht! Um das vorhandene Personal nicht zu überlasten, muss es ausgebaut werden.

Durch eine Politik “Verwaltung light“ schrumpfen nicht nur die Personalausgaben , sondern auch die Personaldecke; es fehlen auf Dauer routinierte und hochqualifizierte Fachleute, die dann ersatzweise teuer „eingekauft“ werden müssen durch auswärtige Fachleute und Berater sowie deren Expertisen;  für diese wird dann gerne das Doppelte eines Jahresgehaltes einer Verwaltungsfachkraft – oder sogar mehr – in Rechnung gestellt. Letztendlich eine teure Angelegenheit und kurzsichtig obendrein; fehlen nämlich die internen Fachkräfte, sind Rat und Verwaltung den externen Fachleuten und ihren Vor- und Ratschlägen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Bei der Entwicklung von angebotenen Ausbildungsstellen – das ist kein Markt! – muss dringend umgesteuert werden, denn schon vor der Corona-Krise, erst recht nachher, entwickelten und entwickeln sich die Zahl der angebotenen Stellen rückläufig ( vgL Pressemitteilung des DGB OWL, – „PM 16 – 26.05.2020 Ausbildungsplatz-Sicherung: Gewerkschaften laden zu Online-Expertinnen-Hearing. Diskussion über Maßnahmen mit Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, Arbeitsagentur, Arbeitgebern und allen Interessierten.“). Es ist an der Zeit, dass die öffentliche Hand – Gemeinden, Länder und Bund – gegensteuern und so der Fachkräftebedarf im öffentlichen Bereich langfristig gesichert wird. Es kann sich dann leicht herausstellen, dass das Angebot an Ausbildungsstellen gar nicht “ über den Bedarf“ hinausging! Solche „gute Beispiele“ können fortwirken – über die öffentliche Verwaltung hinaus in den Industrie- und Dienstleistungsbereich hinein.

Mit freundlichen Grüßen
Paul Weitkamp
Fraktionsvorsitzender

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