DIE LINKE.Sachsen: 1. Mai: „Zu wenig Aufmerksamkeit für Beschäftigte“

In den letzten zwölf Monaten gab es allein in Sachsen über 50 Arbeitskämpfe. Ob bei Haribo in Wilkau-Haßlau, Amazon in Leipzig, Lausitzer Früchte in Sohland, Unilever in Auerbach oder bei Bautz’ner Senf: Mit Streiks, Warnstreiks oder Protestaktionen machten die Beschäftigten zahlreicher Betriebe in Sachsen auf ihre Anliegen aufmerksam. Damit gab es so viele Arbeitskämpfe wie seit den neunziger Jahren nicht mehr.

„Man merkt, es bewegt sich etwas. Die Leute organisieren sich, gehen auf die Straße und kämpfen für ihre berechtigten Interessen. Leider bekommen diese Arbeitskämpfe nicht immer die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Im Mittelpunkt der Öffentlichkeit standen oft nicht die tausenden Beschäftigten mit Gewerkschaftsfahne, sondern eine laute Minderheit mit Reichsflaggen. Statt die Situation der Beschäftigten zu verbessern, waren Minister und Abgeordnete der Union im Bund damit beschäftigt, die Wahlkampfkassen ihrer Parteien mit fragwürdigen Spenden zu füllen. Der Erste Mai ist ein guter Tag, um daran zu erinnern, wer den Reichtum und Wohlstand eigentlich erarbeitet, von dem der größte Teil bei einige Wenige landet.“, sagt Stefan Hartmann, Landesvorsitzender von DIE LINKE. Sachsen.

Im Entwurf ihres Bundestagswahlprogramms strebt DIE LINKE umfangreiche Verbesserungen für die Beschäftigten im Land an. „Wir wollen einen Mindestlohn von 13 €, damit Einkommen aus Arbeit wirklich vor Armut schützt. Es wird endlich Zeit, die Mauer bei Löhnen, Renten und Arbeitszeiten einzureißen. Dass wir im Jahr 2021 überhaupt noch darüber diskutieren müssen, dass es für gleiche Arbeit auch das gleiche Geld geben muss, ist ein Unding.“, ergänzt Susanne Schaper, Landesvorsitzende von DIE LINKE. Sachsen.

DIE LINKE will darüber hinaus die Gewerkschaften stärken, mehr allgemeinverbindliche Tarifverträge und eine Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich.

Termine:

Viele Termine zum 1. Mai in Sachsen finden sich hier auf unserer Website. Stefan Hartmann wird sich an einer Kundgebung in Mittweida beteiligen. Susanne Schaper ist in Chemnitz und in Dresden wird Parteivorsitzende Janine Wissler erwartet:

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