DIE LINKE.Sachsen-Anhalt: Konsequenzen bei Lotto-Toto-Sachsen-Anhalt: Über Jahre unzulängliche Kontrolle und freie Hand für Geschäftsführung

Zur sofortigen Freistellung der Geschäftsführerin der Lotto-Toto-GmbH Sachsen-Anhalt, Maren Sieb, und ihres Stellvertreters Ralf von Einem erklärt der Obmann im 18. Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, Guido Henke:

»Maren Sieb und Ralf von Einem sind ausdrücklich keine Bauernopfer. Jedoch spiegeln die Vorwürfe gegen sie die unzulängliche Kontrolle durch die zuständigen CDU-geführten Landesministerien in der Angelegenheit wider.

Fakt ist, dass im 18. Parlamentarischen Untersuchungsausschuss eine Vertreterin des Innenministeriums als Glücksspielaufsicht mangelnde Kooperation seitens der Geschäftsführung von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt beklagte. Fakt ist auch, dass das Finanzministerium als Vertreter des Lottogesellschafters Sachsen-Anhalt bislang auffällig untätig blieb. Nicht zuletzt benötigte der Aufsichtsratsvorsitzende von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, erst eine Prüfung des Landesrechnungshofes, um Kenntnis über die Tätigkeit der Geschäftsführung zu erlangen. Erst danach kündigte er die Freistellung von Maren Sieb und Ralf von Einem an, nachdem ihnen über Jahre freie Hand garantiert war.

Mit der Freistellung von Maren Sieb und Ralf von Einem dürfte der Skandal bei Lotto-Toto Sachsen-Anhalt demnach noch nicht aus der Welt geschafft sein. Die Fraktion DIE LINKE fordert weitere umfassende Aufklärung in dem Fall.«

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