DIE LINKE.Sachsen-Anhalt: Vernachlässigung der klinischen und pflegerischen Bereiche beenden – gesamtheitliche Medizinstrategie für Sachsen-Anhalt dringend nötig

Gestern fand eine Beratung einiger Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE mit dem Personalrat der Universitätsklinikum in Magdeburg statt. Eva von Angern, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, betont nach dem Austausch:

»Die Hochschulmedizin in Sachsen-Anhalt funktioniert nur in einer Einheit von Lehre, Forschung und Krankenversorgung. Vor diesem Hintergrund müssen Besetzungsverfahren von Chefärztinnen- bzw. Chefärzte-Stellen ohne Beteiligung der Fakultät und ohne Berufungsoption auf eine Professor*innen-Stelle sofort aufhören.

Hier ist der Aufsichtsrat in der Pflicht, besonders dessen Mitglieder Finanzminister Richter, Wirtschaftsminister Willingmann und Gesundheitsministerin Grimm-Benne. Die derzeitige Verfahrensweise bei der Besetzung der Stellen und der Hilferuf aus der Fakultät, den wir aus dem aktuellen Schreiben an unsere Fraktion entnehmen können, machen ganz klar deutlich, dass die Trennung von Klinik und Fakultät ein Fehler war und ist.

Wir fordern unverzüglich vom Vorstand eine Medizinstrategie, die den Ausschüssen für Wissenschaft und Wirtschaft, dem Sozialausschuss und dem Finanzausschuss des Landtages Sachsen-Anhalts vorzulegen ist. Auf Grundlage dieser Medizinstrategie sind Kooperationsmöglichkeiten mit dem städtischen Klinikum Magdeburg auszuloten. Andauernde und zukünftige Bauprojekte, dessen Pläne ebenso im Detail den Ausschüssen vorzulegen sind, müssen auf dieser Medizinstrategie basieren und damit Grundlage für Bauentscheidungen sein.

Die Vernachlässigung der klinischen und pflegerischen Bereiche muss endlich aufhören und die Beschäftigten müssen mit ihren Kompetenzen vom Klinikvorstand ernst genommen werden. Der Klinikvorstand ist gut beraten, sich klinische Kompetenzen an die Seite zu holen. Hier ist der Aufsichtsrat in der Pflicht.

Die Fraktion DIE LINKE lehnt Strategien ab, die das städtische Klinikum Magdeburg gefährden. Sie steht weiter zu beiden Standorten der Universitätsmedizin in Sachsen-Anhalt und ist vor diesem Hintergrund hochgradig alarmiert über die Zustände am Universitätsklinikum Magdeburg. DIE LINKE hat hierzu dringende Anfragen an die Landesregierung gestellt.«

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