DIE LINKE.Sachsen-Anhalt: Wie komme ich zum Impfzentrum?

Für Senior*innen stellt der lange Weg zum Impfzentrum und die komplizierte Terminvergabe eine unüberwindbare Hürde dar, wie die seniorenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Katja Bahlmann, kritisiert:

»Die Eröffnung der Impfzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten ist in den letzten Tagen angelaufen. Doch es sind für ganz Sachsen-Anhalt zu wenige. Gerade im ländlichen Raum fehlt oft die nötige Infrastruktur im öffentlichen Nahverkehr, damit Senior*innen zu den Impfzentren gelangen können. Die mangelnde Anbindung an den ÖPNV macht es gerade den Älteren kaum mehr möglich, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Auch die Terminvergabe über die Notfallnummer 116 117 gestaltet sich in Sachsen-Anhalt problematisch.

Meiner Meinung nach sind die Schaffung einer dezentralen Impfinfrastruktur mit mobilen Impfteams in den Landkreisen oder auch Impfungen über Hausärzte gute Alternativen, um den bisherigen Missständen effektiv zu begegnen. Zum einen wären dadurch für die älteren Menschen kurze Wege gegeben, um sich impfen lassen zu können und die Hausärzte, welchen jetzt vermehrt planbare Vorsorgetermine und Routineuntersuchungen und somit auch Einnahmen wegbrechen, würde es helfen, die fehlenden Einkünfte zu kompensieren. Damit könnte auch der Forderung der Hausärzte nach Unterstützung in der Corona-Pandemie Rechnung getragen werden. Hier ist die Landesregierung klar gefordert, diese nun vom Bund auferlegte Strategie für den ländlichen Raum zu prüfen und nachzusteuern, denn so wie es jetzt angelaufen ist, wird es sich für die Praxis nicht bewähren.«

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