DIE LINKE.Sachsen: Gesellschaftlicher Rückenwind Katja Kipping auf Platz 1 der Landesliste

DIE LINKE. Sachsen hat am Sonnabend unter strengen Hygiene-Auflagen ihre VertreterInnenversammlung zur Wahl der Landesliste zur Bundestagswahl gestartet. 

Die Landesvorsitzende Susanne Schaper hat in ihrer Eröffnung der Versammlung auf den gesellschaftlichen Rückhalt für viele Kernforderungen der Partei verweisen. „Die unumschränkte Herrschaft des Marktes ist nicht mehr mehrheitsfähig. Das zeigt auch die Zustimmung zu Ansätzen, für die wir als DIE LINKE schon immer stehen.“, sagte Schaper. Sie verwies auf Umfragen, nach denen sich jeweils eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für eine Vermögensabgabe, eine Millionärs-Steuer, den Mietendeckel oder das Verbot von Waffenexporten in Kriegs- und Krisengebiete ausspricht.

Auf den ersten Listenplatz wählten die 157 anwesenden Vertreterinnen und Vertreter die Sozialpolitikerin und langjährige Parteivorsitzende Katja Kipping. Kipping machte in ihrer Rede deutlich, dass die kommende Wahl eine Richtungswahl sein wird: „Jede Regierung mit CDU oder FDP wird die Kosten auf den Ärmsten, den Beschäftigten oder auf Kommunen abwälzen, weil ihre wahre Loyalität dem reichsten Ein-Prozent gilt. Wir hingegen wollen Millionenvermögen, Millionenerbschaften und Millionengewinne besteuern. Auch deshalb braucht es Mehrheiten links von Union und FDP und eine starke LINKE, damit die Kosten der Krise nicht auf den Ärmsten und nicht auf den Beschäftigten abgewälzt werden.“, sagte Kipping.

Schaper gratulierte Kipping und wünschte ihr auch viel Erfolg im Kampf um das Direktmandat in ihrem Wahlkreis. In Dresden und Leipzig rechnet sich der Landesverband besonders große Chancen aus, das Direktmandat zu holen.

Die Veranstaltung der LINKEN findet unter strengen Hygieneauflagen statt. Zum Hygienekonzept gehören verpflichtende Tests beim Zugang zur Tagungshalle, FFP2-Masken im Saal sowie Einzelplätze und ein Konzept zur Wegeführung. Alle Delegierten haben zudem vorab einen Selbsttest zugeschickt bekommen. Dieser soll vor der Anreise zu Anwendung kommen. Einen ebenfalls geplanten Parteitag unmittelbar vor der Wahlversammlung hat die Partei bereits vor mehreren Wochen abgesagt.

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