DIE LINKE.Sachsen: »Ich gehöre zu den Leuten, die einfach nicht wegwollen« – Susanne Schaper im Porträt

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem Porträt der Freien Presse vom 16.07.2020. Das ganze Porträt gibt’s auf der Website der Freien Presse:

Die Familie trifft sich von Zeit zu Zeit am Lagerfeuer und beratschlagt. Nein, die Schapers versammeln sich dann nicht draußen um eine Feuerstelle. Lagerfeuer nennen sie ihr Treffen in Familie am Küchentisch, wenn wichtige oder grundsätzliche Dinge zu bereden sind. Ob zum Beispiel ein weiteres Haustier im Haus in Rabenstein einziehen sollte oder wohin der nächste Urlaub führen könnte. Oder ob es eine gute Entscheidung wäre, wenn sich die Ehefrau und dreifache Mutter Susanne Schaper als Oberbürgermeisterin für Chemnitz bewirbt. Diese Frage war im September Thema am Lagerfeuer, nachdem Amtsinhaberin Barbara Ludwig angekündigt hatte, nicht noch einmal sieben Jahre anhängen zu wollen. »Wir haben das alle zusammen entschieden«, sagt Susanne Schaper – Tochter und Sohn, 15 und 16 Jahre alt, und natürlich der Ehemann. Du hast das drauf, habe er seiner Frau zugesprochen. Und die Jüngste in der Familie, die siebenjährige Tochter, hat ganz sicher die Tragweite nicht abschätzen können, war aber auch nicht gegen Mutters OB-Pläne. Somit stand fest, dass nach dem Wahlkampf vor dem Wahlkampf sein wird. Susanne Schaper hatte sich 2019 für die Linkspartei erfolgreich bei Kommunal- und Landtagswahl beworben und ist in beide Gremien erneut eingezogen.

Dabei ist die Berufspolitik nicht von Beginn an ihre Passion, auch wenn sie 1994 in die Linkspartei eintritt, die damals noch unter PDS firmiert. Nach ihrem Realschulabschluss und ihrer Ausbildung zur Krankenschwester arbeitet sie annähernd 20 Jahre in ihrem Beruf. Später hängt sie ein berufsbegleitendes Studium im Pflegemanagement an. 2009 startet ihre kommunalpolitische Karriere, zunächst mit dem Einzug in den Stadtrat. In der darauffolgenden Legislaturperiode übernimmt sie 2014 den Fraktionsvorsitz – und fädelt die Koalition mit SPD und Grünen mit ein, die zwar nie auf einem Papier steht, aber im Stadtrat gelebt wird. Damit war die CDU-Mehrheit häufig ausgehebelt.

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