DIE LINKE.Sachsen: MAN in Plauen: DIE LINKE unterstützt Belegschaft und FDP-Bürgermeister gegen Konzernbosse

DIE LINKE in Sachsen unterstützt die MAN Belegschaft in Plauen in ihrem Kampf zur Erhaltung der Arbeitsplätze des Fahrzeugkonzerns. Auch der FDP-Bürgermeister der Stadt setzt sich für den Erhalt der Arbeitsplätze ein – und findet für seinen Widerstand gegen Marktradikalismus auf dem Rücken der Beschäftigten linke Unterstützung.

DIE LINKE stellt sich im Kampf der Beschäftigten von MAN in Plauen und an anderen Standorten an deren Seite. Zu Gunsten einer Ergebnisverbesserung will der Konzern, der auch Fördermittel aus öffentlichen Geldern erhielt, fast Zehntausend Menschen auf die Straße setzen – davon ca. 150 im sächsischen Plauen. Mit seiner Chefetage geht der Konzern allerdings viel behutsamer um:

„Während sich Vorstand und Aufsichtsrat noch 2018 Vergütungen in Höhe von insgesamt über 8 Millionen Euro gönnten, soll jetzt bei den einfachen Beschäftigten gespart werden. Das geht gar nicht.“, sagt Susanne Schaper, Landesvorsitzende von DIE LINKE. Sachsen.

Andreas Renschler, Ex-Chef des Konzerns Traton, zu dem auch MAN gehört, erhielt nach seinem vorzeitigen Ausscheiden nach Informationen von Business Insider sogar zwei weitere Jahre ohne jegliche Arbeit im Unternehmen weiterhin sein volles Millionen-Gehalt und Bonuszahlungen. Ab Mitte 2022 darf er sich zudem auf über 2.000 Euro Rente freuen – täglich.

Den radikalen Arbeitsplatzabbau begründet der Konzern auch damit, dass er sich verstärkt auf Elektro- und Wasserstoffantriebe fokussieren will.

Dazu sagt Stefan Hartmann, Landesvorsitzender von DIE LINKE. Sachsen: „Rechtzeitig die Weichen für neue Technologien zu stellen ist Aufgabe der Chefetage. Die Beschäftigten auf die Straße zu setzen, weil das Management nötige Anpassungen verschlafen hat, trifft die Falschen.“

Die Linksfraktion im Landtag hat das Thema bereits diese Woche im Wirtschaftsausschuss auf die Tagesordnung gesetzt und tritt für eine moderne Industriepolitik und einen Transformationsfonds zum Umbau der Automobilindustrie ein.

Hintergrund zu Vergütungen:

Die insgesamt an die Mitglieder des Aufsichtsrats für 2018

gezahlten Vergütungen beliefen sich auf 1,384 Millionen Euro. Die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 betrug 5,829 Millionen Euro zzgl. 838.000 Euro für Altersversorgung. (Quelle: Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2018: http://gleft.de/43C)

Die Aktionäre des Konzerns konnten sich in den fünf Jahren vor der Finanzkrise zudem über einen Kursgewinn von fast 800 % freuen. Nach Ende der Finanzkrise stieg die Aktie vom damaligen Tiefpunkt bis Corona um über 180 %.

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