DIE LINKE.Schleswig-Holstein: Energetisches Wohnen sozial gestalten

Energetisches Wohnen sozial gestalten

Nach einem Bericht des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) geht dem Neubau in Schleswig-Holstein zunehmend die Luft aus. DIE LINKE. Schleswig-Holstein warnt davor aus diesem Umstand falsche Schlüsse für den dringend notwendigen sozial-ökologischen Umbau des Wohnungsmarktes zu ziehen.

“Es ist richtig, dass der Wohnungsbau mit immer höheren Bau- und Folgekosten konfrontiert ist. Unterhalt-, Bau- und Sanierungskosten steigen immer mehr an und auch die Anforderungen an klimagerechte energetische Sanierungen sind nicht umsonst zu haben. Fatal wäre jedoch daraus den Schluß zu ziehen diese Standards aufzuweichen, um Bauhürden zu senken”, sagt Sebastian Kai Ising, klima- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Linken Schleswig-Holstein.

Die Partei unterstützt die Forderung des VNW nach einer schnellen Lösung und einer stärkeren Förderung energetischer Sanierung. Land und Kommunen müssten hier vor allem auch stärker in öffentlichen Wohnungsbau investieren und bei der Aufstellung von Bebauungsplänen die notwendigen Flächen bereitstellen.

“Die Anforderungen an bezahlbares Wohnen und moderne energetische Sanierungen gleichzeitig zu erfüllen ist nur dann möglich, wenn Verantwortung und Kosten nicht auf die Mieter*innen umgewälzt werden. Dies ist aber keinesfalls ein Widerspruch zu den Bedürfnissen der Bauherren, wenn die öffentliche Hand auf zwei Säulen ruhend einerseits den privaten sozial-ökologischen Wohnungsbau entsprechend fördert und gleichzeitig Kommunen in ihren Bestrebungen unterstützt kommunale Wohnungsbaugesellschaften zu stärken oder zu gründen. Keinesfalls jedoch dürfen der öffentliche Wohnungsbau oder energetische Standards, bzw. Fördermittel für diese, Privatinteressen geopfert werden”, so Ising.


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