DIE LINKE.Schleswig-Holstein: Musikschulen kostenlos für alle Kinder und Jugendlichen!

„In Schleswig-Holstein sind die Musikschulen flächendeckend sehr schlecht gefördert. Die Förderung des Landes beträgt nur gut 3 Prozent der Gesamtkosten, die der Kommunen etwa 27 Prozent. Zum Vergleich: Im Bundesschnitt werden Musikschulen mit etwa 55 Prozent von den Ländern und Kommunen gefördert. Wie weite Teile des kulturellen Angebotes fällt auch die Förderung der Musikschulen unter die sogenannten „freiwilligen Leistungen“. Das heißt im Kern, dass die öffentliche Hand nicht verpflichtet ist, die musikalische Bildung in den Musikschulen zu fördern, sondern dies eine zusätzliche und eben freiwillige Leistung ist, die eben auch jederzeit zurückgefahren oder eingestellt werden könnte. Das ist gerade in Zeiten der Pandemie und der drohenden Wirtschaftskrise mit möglichen Einschnitten in den öffentlichen Haushalten keine beruhigende Perspektive“, so Florian Kautter, kulturpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE Schleswig-Holstein

„DIE LINKE fordert einen kostenlosen Zugang für alle zu Bildungsangeboten. Dies gilt auch für kulturelle Bildung. Besonders Kinder und Jugendliche müssen einen kostenfreien Zugang zu Bildungsangeboten haben. Da aber in Schleswig-Holstein die staatliche Förderung der Musikschulen so gering ausfällt, dass ein großer Teil der Kosten durch Gebühren gedeckt werden muss (im Durchschnitt etwa 60% der Gesamteinnahmen), sind diese Gebühren oft sehr hoch und gerade für Menschen mit geringem Einkommen kaum zu bezahlen“, so Kautter weiter.

„DIE LINKE Schleswig-Holstein fordert in einem ersten Schritt, wie es etwa auch von ver.di gefordert wird, dass die Musikschulen so vom Land gefördert werden, dass alle Kinder und Jugendlichen kostenfrei die Angebote wahrnehmen können. Perspektivisch sollte die Förderung dann so erhöht werden, dass die Bildungsangebote für alle Teilnehmenden kostenfrei sind. Solange das Land seine Förderpraxis nicht ändert, werden wir in den Kreisen und Kommunen darauf hinwirken, dass die kommunale Förderung erhöht wird. Am Ende sehen wir hier aber das Land in der Pflicht“, fügt Kautter hinzu. „Der Musikunterricht an Musikschulen muss eine staatliche Pflichtaufgabe werden, ebenso wie das auch für alle anderen Angebote kultureller Bildung und die Förderung der Kulturlandschaft im Land gelten muss. Bildung und Kultur dürfen nichts sein, was einfach wegrationalisiert werden kann, sie müssen verpflichtend und gut ausfinanziert angeboten werden. Ebenso müssen die Förderungen so gestaltet werden, dass gute Arbeitsverhältnisse in den Schulen geschaffen werden können. Prekäre Beschäftigung, etwa mit Honorarverträgen, sollte nicht die Normalität in Bildungseinrichtungen sein.“

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