DIE LINKE.Siegen-Wittgenstein: DIE LINKE. Siegen-Wittgenstein unterstützt Maßnahmen mit Augenmaß

DIE LINKE. Siegen-Wittgenstein unterstützt die Forderung des Landrates, neue Wege in der Pandemie zu gehen. Das Konzept umfasst die Idee einer Innenstadt, die nach negativem SARS-COV2 Schnelltest betreten werden kann. So soll soziales und kulturelles Leben wieder ein Stück weit möglich werden.

Wie schon kürzlich von der Siegener Bundestagsabgeordneten Sylvia Gabelmann gefordert, muss der Druck auf die Landesregierung erhöht werden, um mehr Impfstoff für die Region zu erhalten (Link: bit.ly/3w29sqP). Dem kommt der Landrat in seinem offenen Brief an den Ministerpräsidenten nun nach. Weiterhin ist es dringend erforderlich, sich als Modellkommune für „Öffnung des öffentlichen Lebens unter den Bedingungen der Corona-Pandemie mit Schnelltest- und digitalem Nachverfolgungskonzept“ zu bewerben. Als Partei aller Schichten sehen wir akuten Handlungsbedarf, um die Benachteiligung bereits marginalisierter Gruppen zu beenden.

Logische Voraussetzung für das neue Modell muss die wissenschaftliche Begleitung, aber auch die Bereitstellung von kostenlosen Masken an einkommensschwache Personen vor Ort sein. Da das Projekt auf einer hohen Dichte an Schnelltests basiert, fordert DIE LINKE die finanzielle Unterstützung durch Land und Bund. Wir begrüßen eine Perspektive für eine Öffnung der Kinos, der Theater, der Gastronomie und anderer Freizeitstätten. „Eine Gesellschaft ohne Kultur, Kunst und Teilhabe ist letztendlich nur eine Farce. Viele Menschen leiden unter den bedrängenden und isolierenden Umständen der Pandemie, dies gilt es durch unser Handeln aufzulösen!“, so Roland Wiegel, Sprecher*in des Kreisverbandes. 

Es ist unklar, wie lange wir noch mit dieser Pandemie leben müssen, doch dieses Modell erlaubt es, vielen die Hoffnung auf eine Veränderung zu geben. Die Perspektive hierauf, wie auch auf die vielen Geschäfte und Gastronomiebetriebe, die wieder öffnen könnten sind die Mühe und Kosten wert, insbesondere wenn so ein Konzept für die ganze Republik getestet werden kann. „Selbstverständlich erwarten wir Augenmaß und Vernunft. Darüber hinaus ist ein ständiges Anpassen an das aktuelle Infektionsgeschehen notwendig. Das haben die Dynamiken der letzten Wochen und Monate gezeigt“, so Katrin Fey, Mitglied im Kreisausschuss für Soziales, Gesundheit und Bevölkerungsschutz. 

Ebenso ist es für die Bevölkerung wichtig, Eigenverantwortung zu übernehmen, wie durch die freiwillige Teilnahme an Testungen und Impfungen. Wir appellieren von daher nicht nur an die Landesregierung, Siegen-Wittgenstein beizeiten als Modellkommune zu berücksichtigen, sondern auch an alle Bewohner*innen, dieses Modell durch vernünftiges, rücksichtsvolles und solidarisches Verhalten zu ermöglichen. Denn eine Pandemie lässt sich nur gesamtgesellschaftlich begegnen.

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