DIE LINKE.Siegen-Wittgenstein: Grußwort 2021

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

es wird wohl keinen Jahresrückblick und keinen Ausblick auf das kommende Jahr geben, in dem die aktuelle Pandemie keine zentrale Rolle spielt. Auch die Arbeit unseres Kreisverbandes wurde entscheidend von der Corona-Krise geprägt. Politische Instrumente, wie wir sie gewohnt waren, gehören zur Zeit der Vergangenheit an. Öffentliche Diskussionsveranstaltungen, Infostände, Demonstrationen – ohne umfassende Hygienekonzepte sind keine Veranstaltung im öffentlichen Raum mehr möglich. Die Absage des Roten1.Mai, – eine der größten regelmäßigen, politischen Veranstaltungen in Südwestfalen, war eines der ersten Anzeichen dafür, dass im Jahr 2020 nichts mehr seinen gewohnten Gang gehen würde.

Auch unsere Vorstandssitzungen fanden überwiegend nur noch auf digitaler Ebene statt. Aber sie fanden trotz Krise regelmäßig statt. Rats- und Ausschusssitzungen waren dagegen wohl nur in stark eingeschränkter Form und Anzahl möglich. Die ganze Welt veränderte ihren Herzschlag. Auch das nächste Jahr werden wir wohl mit der Überschrift „Krisenjahr“ versehen müssen.

Die Zeichen standen und stehen dabei auf Wandel. Es wird Zeit sie zu beachten. Der Jahreswechsel von 2019 auf 2020 war noch davon geprägt, wie wir auf die drohenden Gefahren des Klimawandels reagieren. Die Entwicklung langfristiger Perspektiven, die eine gesicherte Existenz für alle ermöglichen würden, stand im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung. Bei aller Notwendigkeit der Abwehr der Gefahren durch Covid-19 müssen wir 2021 die begonnene Weiterentwicklung unserer Gesellschaft wieder in den Fokus rücken. Corona hat die Krisen der Welt nicht pausieren lassen, sie wurden bloß für kurze Zeit ausgeblendet.

Das Jahr 2020 zeigte eindeutig, dass die negativen Auswirkungen von Corona und den Maßnahmen zu deren Eindämmung wesentlich geringer ausgefallen wären, wenn die Forderungen der Partei DIE LINKE der letzten Jahre umgesetzt worden wären. Seit Jahren fordern wir beispielsweise kleinere Schulklassen, mehr Geld für die Pflege, einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Allein diese Punkte hätten zu einer deutlichen Entspannung bei uns beitragen können. Dass sich weltweit die Lage für Millionen von Menschen dramatisch verschlechtert hat, zeigen die Bilder, die uns beispielsweise auch von den Flüchtlingslagern in Europa erreichen. Seit Jahren fordern wir eine solidarische Welt und nicht eine Welt der Konkurrenz und Ausbeutung. Wir werden unsere Gesellschaft umbauen müssen, wenn wir die bevorstehenden Herausforderungen bewältigen wollen. Klimawandel, Armut und Corona zeigen allzu deutlich, wie tönern die Füße sind, auf denen wir stehen. Wir Linken werden entschieden dafür kämpfen müssen, dass die milliardenschweren Konjunkturprogramme nicht ein veraltetes System künstlich erhalten, sondern vielmehr für den Umbau zu einer gerechten, modernen und zukunftsfähigen Welt verwendet werden.

Eine solidarische Welt ist nicht nur möglich, sie ist lebensnotwendig.

Lasst uns 2021 für diese Welt kämpfen,

gemeinsam, solidarisch und vor allem erfolgreich.

Ich wünsche allen ein spannendes, schönes und erfolgreiches Jahr

Im Namen des gesamten Vorstandes

Ekkard Büdenbender

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