DIE LINKE.Siegen-Wittgenstein: Hilfen für finanziell benachteiligte Kinder, Jugendliche und Heranwachsende während der „Corona“-Pandemie

Zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Bevölkerungsschutz am 8. September 2021 hat die Fraktion DIE LINKE im Kreistag Siegen-Wittgenstein eine Anfrage zu konkreten Hilfen für sozial und finanziell benachteiligte Kinder, Jugendliche und Heranwachsende während der „Corona“-Pandemie bei der Kreisverwaltung eingereicht.

Begründung:

Die „Corona“-Pandemie stellt auch viele Bürger:innen des Kreises Siegen-Wittgenstein vor große Herausforderungen, in vielerlei Hinsicht. Dabei leiden v. a. Kinder, Jugendliche und Heranwachsende aus finanziell und sozial schwächeren Schichten massiv unter den Folgen der Pandemie. Das gilt sowohl wirtschaftlich als auch psychosozial. Folge: die Zahl derer steigt, die z. B. psychische Belastungssyptome aufweisen. Vor allem Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sind den negativen Folgen der „Corona“-Pandemie meistens schutzlos ausgeliefert und leiden massiv. „Mitunter liegt das daran, dass deren Eltern statistisch gesehen häufiger von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit betroffen sind und/oder häufiger in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder Minijobs arbeiten. Deshalb können diese meistens die negativen Folgen der „Corona“-Pandemie weder sozial noch finanziell auffangen“, erläutert Ingo Langenbach, Fraktionsmitglied der Linken im Kreistag. „Vor diesem Hintergrund sind wir der Meinung, dass unsere Anfrage immens wichtig ist. Denn das geschilderte Problem ist da und muss dringendst angegangen werden. Eines darf unter gar keinen Umständen geschehen, nämlich dass Kinder, Jugendliche und Heranwachsende im Stich gelassen werden und das Problem verschwiegen wird á la „Reden wir nicht drüber, gibt es das Problem nicht!“, mahnt Langenbach.

In unserer Anfrage bitten wir die Kreisverwaltung, konkret aufzuzeigen,

1. ob und wie die Kreisverwaltung plant, betroffenen Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden sowie deren Eltern in dieser schweren Zeit wirksam, unbürokratisch und schnell zu helfen,

2. ob der Kreis als Träger der Jugendhilfe (-> Regionaler Sozialer Dienst) bzgl. der oben dargestellten Problematik Kooperationen mit den einzelnen Kommunen im Kreisgebiet plant, und wenn ja, wie diese konkret ausgestaltet sein sollen.

„Unserer Meinung nach kommt eben auch der Kreisverwaltung eine besondere Fürsorgepflicht für das Wohlergehen der Betroffenen zu. Die Kreisverwaltung darf sich nicht mit fehlender Zuständigkeit raus reden. Deshalb fordert DIE LINKE im Kreistag Siegen-Wittgenstein die Kreisverwaltung auf, mit den Kommunen diesbezüglich umfangreich und eng zu kooperieren, damit notwendige Hilfen nicht an kleinlichen Zuständigkeitsfragen scheitern und auch unbürokratisch und schnell Betroffenen zukommen“, schließt Ingo Langenbach, Fraktionsmitglied und Geschäftsführer der Linken im Kreistag Siegen-Wittgenstein.

Weitere Informationen:

Anfrage als PDF-Dokument

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