DIE LINKE.Siegen-Wittgenstein: Ohne Konzept ins digitale Chaos

Unterschiedliche Software, unterschiedliche Dateiformate, überforderte Server, unklarer Datenschutz, Ungewissheit über den Verbleib von Dateien, …

Das digitale Chaos im Bereich der Siegener Schulen sei komplett und nur durch die Corona-Krise überhaupt sichtbar geworden – so die Fraktion DIE LINKE im Siegener Rat.

Die Partei hatte im März 2019 im Ausschuss für Schule und Bildung (kurz: Schulausschuss) den Antrag auf einen Vortrag zum Thema „Digitale kommunale Bildungslandschaft“ gestellt.

Ein Vertreter der Schulverwaltung der Stadt Unna sollte im Siegener Ausschuss berichten über das Projekt „unit.schule.21“.

Die Stadt im Ruhrgebiet war mit Hilfe von Sponsoren schon seit einiger Zeit dabei, alle Schulen der Stadt modern auszustatten und in ein gemeinsames digitales Netzwerk einzubinden – mit verabredeten Standards und gegenseitigem Austausch.

Laut Protokoll der Sitzung des Schulausschusses vom 07. März 2019 „… sieht der Ausschuss keine Notwendigkeit einen Vortrag über das Projekt der Kreisstadt Unna zu organisieren und lehnt den Antrag der Fraktion Die Linke mehrheitlich ab.“

Die Fraktion selbst hatte ihren Antrag mündlich ergänzt mit der Forderung, ein Leitbild und ein Konzept für einen „Digitalen Schulcampus Siegen“ zu entwickeln.

Schulen sollten sich gegenseitig digital „sehen“ können in diesem Campus, Arbeiten von Schülern austauschen und Begegnungen zwischen Schulen organisieren können.

Laut Aussage der Fraktion sei diese Idee u.a. mit dem Hinweis auf Datenschutz abgelehnt worden, der in der aktuellen Krise nun keine Rolle mehr spiele.

Die LINKE fordert alle Beteiligten – Schulverwaltung, Schulaufsicht, Politik und Schulen auf, endlich ein Leitbild und ein Konzept zu entwickeln für den Beitrag der digitalen Technik zu einem vernetzten Lernen an den Siegener Schulen.

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