DIE LINKE.Siegen-Wittgenstein: „Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche werden von der Corona-Krise besonders stark getroffen“

Kinder und Jugendliche sind durch die Corona-Pandemie und damit zusammenhängenden Einschränkungen psychosozial unterschiedlich stark belastet. „Vor allem sozial oder besser „finanziell“ benachteiligte Kinder und Jugendliche werden von diesen Belastungen besonders stark getroffen“, so Ingo Langenbach, Geschäftsführer der linken Kreistagsfraktion und Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Daher plädiert er dafür, schnell wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um betroffenen Schüler*innen nicht die schulische und berufliche Zukunft zu verbauen.

Um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wie akut die Situation an den kreiseigenen Schulen wirklich ist, hat die Kreistagsfraktion der Linken Siegen-Wittgenstein für den Kreisausschuss Schule, Weiterbildung, Sport und Integration am 15. Juni 2021 eine Anfrage zur Unterstützung sozial benachteiligter Schüler*innen im Kreis Siegen-Wittgenstein in der Corona-Pandemie (Drucksache 188/2021) bei der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein eingereicht (s. Anhang!). Am 20. Mai 2021 folgte eine Antwort der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein (Drucksache 188/2021 1. Ergänzung).

„Wir können nicht verstehen, dass vom Schulamt bzw. von der Regionalen Schulberatungsstelle nicht geplant ist, eine Statistik zur Situation sozial benachteiligter Schüler*innen im Hinblick auf Lernstand und Lernrückstand vor und während der Corona-Pandemie an den kreiseigenen Schulen zu erstellen, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen“, führt Langenbach aus. Andererseits befürwortet die Kreistagsfraktion der Linken die schon eingerichteten und durchgeführten Angebote. „Dazu gehören etwa das Landesprogramm „Extra-Zeit zum Lernen in NRW“ und die seit Oktober 2020 stattfindenden Gruppenlernangebote am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen und am Berufskolleg Wittgenstein, wenngleich diese Angebote unserer Meinung nach zu spät eingeführt worden sind. Auch das von der Bundesregierung ins Leben gerufene Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ in unserem Kreis begrüßen wir sehr. Aber hier bleibt ebenfalls abzuwarten, inwiefern diese und andere Programme Kinder und Jugendliche im Kreisgebiet wirksam und nachhaltig dabei unterstützen können, entstandene schulische Lücken und „Schäden“ aufzufangen“, schließt Langenbach.

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