DIE LINKE.Solingen: Keine Sitzung des Beirates für Menschen mit Behinderung?

Gemäß der heutigen Mitteilung durch die Stadt erfolgte eine Abfrage der Beiratsmitglieder, ob der Beirat in digitaler Form fortgeführt werden solle. Da sich leider nur ein Drittel der Mitglieder zurück gemeldet haben und trotzdem dieses Drittel in diesem Falle auch eher eine Befürwortung zurück gemeldet hat, wird der Beirat nun nicht stattfinden, da dieser aufgrund der fehlenden Antworten als „nicht durchführbar“ angesehen wird.

Die Linke widerspricht dieser Interpretation! Zunächst einmal ist der Beirat, wie alle anderen politischen Gremien auch, natürlich durchführbar. Bereits vor Corona wurde allen Beiratsmitgliedern die Nutzung eines iPads, angeschafft durch die Stadt Solingen, angeboten. Jede(r) hätte so die Möglichkeit gehabt, diese Form der Konferenz zu nutzen!

Gerade für Menschen mit körperlichen Einschränkungen bietet diese Möglichkeit eine enorme Barrierefreiheit, da sie körperliche Ressourcen schont und außerdem von Fahrdiensten und Zeiten unabhängig macht. 

Auch andere Gremien finden in Mischformen statt, sodass auch die Möglichkeit der Präsenz zusätzlich gegeben ist. Daher fordern wir, dies auch für den Beirat für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen.

Das Theater dürfte nicht so stark ausgelastet sein, dass dies als barrierefreier Ort komplett ausgebucht wäre. Es widerspricht der UN-Behindertenrechtskonvention, die Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung hier einfach außen vor zu lassen. Gerade in Zeiten von Corona ist es für diese Menschen besonders schwer, und die digitale Teilnahme schützt sie außerdem vor besonderen Risiken einer Präsenzveranstaltung!

Ausgerechnet den Beirat ersatzlos zu streichen, ist eine außerordentliche Diskriminierung an Menschen, die es ohnehin schon schwerer haben. 

Im Sinne der Menschen mit Behinderung setzt sich Die Linke Solingen daher für die sofortige Terminierung einer erneuten Beiratssitzung inklusive des Angebotes einer Videokonferenz ein. Es sollte außerdem geprüft werden, diese digitale Form der Sitzungsteilnahme auch außerhalb von Corona zusätzlich beizubehalten, da dies gerade für Menschen mit Körperbehinderung, wie auch für Menschen mit psychischen Behinderungen oder Konzentrationsproblemen ein hohes Maß an Barrierefreiheit bietet.

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