DIE LINKE.Steinfurt: Amira Mohamed Ali in Ibbenbüren

Pünklich steuerte dann die Limousine mit Berliner Kennzeichen von der Autobahn kommend auf uns zu. Dann ging alles sehr schnell, denn Amira Mohamed Ali, die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, hatte sich bereit erklärt, eingeschoben zwischen 2 Terminen schnelle 15 Minuten lang in der Sache „Hähnchenmaststall“ in Ibbenbüren zuzuhören und einzuordnen und Einschätzungen zu geben.

Richard Frank, nach den Kommunal-Wahlen Fraktionssprecher der Linken im Ibbenbürener Rat, begrüßte sie zeitsparend, um Horst Heemann, 2. Vorsitzender der BI, Raum zu geben, die Situation darzustellen.

Das sei exakt das, was überall in Deutschland an der Tagesordnung sei, antwortete sie, die in der Fraktion in Berlin eine der Tierschutzexpert*innen ist. Die Lobbyisten seien kräftig am Werk. Und zum Glück auch die Bürgerinitiativen gegen diese Anlagen. Immer am Ball sein, Expertisen u.ä. fordern. Erst verzögere sich die Planung. Dann bekommen die Einwender Recht oder die Investoren kalte Füße. Billig-Fleisch für die Discounter, Fast-Food-Ketten und Supermärkte wird in solchen Anlagen produziert.

DIE LINKE. Ibbenbüren ist dagegen der Meinung, dass die industrielle Landwirtschaft mit ihren Mastbetrieben radikal und schnell verändert werden muss. Diese Landwirtschaft ist mitverantwortlich für die Treibhausgasemissionen und für die Zerstörung der biologischen Vielfalt. Luft, Boden, Gewässer werden erheblich belastet.Rechtlich können heute dort Anlagen gebaut werden, wo es vor einiger Zeit verboten war. Das Recht ist nicht auf der Seite der Maststallgegner. Deshalb müssen andere Mittel angewandt werden. Denn der Bau eines Hähnchenmaststalls mit 29999 Tieren bedeutet: keine, oder minimale Rücksicht auf Anlieger, auf Umwelt, auf Tourismus, Ästhetik und Tierschutz. Filteranlagen seien meist sogenannte Emslandfilter: möglichst hoch blasen, möglichst weit verstreuen. Wir kennen das vom Kohle-Kraftwerk.

Amira Mohamed Ali, Horst Heemann und alle Anwesenden waren sich einig: wir benötigen Alternativen, die gibt es, wir alle kennen sie. Die Unterstützungen (rechtlich und finanziell) durch die Landwirtschaftsministerien hin zu einer Wende sind lange nicht konsequent und schnell genug.

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