DIE LINKE.Steinfurt: Treffen mit dem Kreisdechanten – Zusammen auf Missstände aufmerksam machen

Kreisdechant Reidegeld machte gleich zu Beginn deutlich, dass die Kirche sich vor allem um die sozial Benachteiligten kümmern und sich an ihre Seite stellen müsse: „Das ist unser Grundauftrag als Christen.“ Durch die anhaltende Corona-Pandemie würde die Zahl der Menschen, die am Rande der Gesellschaft stünden, größer. Als Beispiel nannte Reidegeld die Alleinerziehenden. Unterstützung bekam er dabei von Andrea Helling: „Betroffene Kinder und Jugendliche haben kaum eine Chance, aus dieser schwierigen Situation rauszukommen.“

Aus Scham, nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, seien besonders ältere Menschen mit einer niedrigen Rente aus dem Stadtbild verschwunden, wussten die Linken-Politiker. Deshalb machen sie sich für einen Runden Tisch zum Thema Altersarmut stark, an dem auch Vertreter der Kirchen sitzen sollen. Reidegeld erklärte spontan seine Bereitschaft, an dieser Runde teilzunehmen.

Das Engagement und der Einsatz in den vielen caritativen Einrichtungen sei unverzichtbar, erklärte Reidegeld, ebenso wichtig sei aber auch, den Menschen, die Hilfe bedürften, im persönlichen Kontakt zu begegnen, fügte der Kreisdechant an. Ansonsten laufe man Gefahr, über deren Köpfe hinweg Entscheidungen zu treffen.

Reidegeld betonte, dass ihm an einem engen Draht zu allen demokratischen Parteien liege – auch bei unterschiedlichen Meinungen: „Miteinander müssen Kirche und Politik auf die Missstände insbesondere im sozialen Bereich aufmerksam machen.“ Andrea Helling und Thomas Hudalla konnten dieses Anliegen des Kreisdechanten nur unterstreichen und sicherten ihm eine Zusammenarbeit zu.

Die beiden Seiten vereinbarten, sich in Zukunft intensiver auszutauschen und dabei weitere, auch kontroverse Themenfelder anzugehen.

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