Dr. Kirsten Tackmann, MdB: Waldstrategie 2050 ist weder mutig noch strategisch

„Die Trennung zwischen der Honorierung der Klimaschutz- bzw. der Ökosystemdienstleistungen der Wälder ist der falsche Ansatz. So spielt man Klimaschutz, biologische Vielfalt, Umweltschutz und Erholungsfunktion im multifunktionalen Wald gegeneinander aus. DIE LINKE bleibt dabei, dass die Honorierung von Ökosystemdienstleistungen im Wald richtig ist, dabei aber alle Dienstleistungen gleichermaßen berücksichtigt werden müssen.

Das Thema Personal und Arbeitsbedingungen im Wald bleibt lediglich eine Randnotiz in der Waldstrategie. Dabei muss doch allen klar sein, dass der notwendige Umbau des Waldes oder die Wiederaufforstung ohne ausreichend gut ausgebildetes und angemessen bezahltes Forstpersonal scheitern wird.

Den Vorschlag, endlich in Dialogforen mit den wichtigsten Akteurinnen und Akteuren im Wald die dringend notwendigen Lösungsansätze zur Vermeidung übermäßiger Waldschäden zu erarbeiten, begrüßt DIE LINKE ausdrücklich. DIE LINKE forderte schon zur Waldstrategie 2020, die geplante Erarbeitung eines neuen Leitbildes Jagd auch ernsthaft umzusetzen. Leider vergeblich. Ein solches am Gemeinwohl orientiertes Leitbild muss Grundlage der dringend notwendigen, aber gerade erneut gescheiterten Novelle des Bundesjagdgesetzes sein.

Jetzt muss eine progressive Mehrheit im neuen Bundestag darauf dringen, diese Waldstrategie 2050 mit einem sinnvollen, strategischen Maßnahmenkonzept zu ergänzen und deren unverzügliche Umsetzung zu sichern.“

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