Hubertus Zdebel, MdB: AKW Obrigheim: Reaktordeckel in die USA

Der Reaktordeckel des stillgelegten und im Rückbau befindlichen AKW Obrigheim ist in vier Teile zerlegt in die USA transportiert worden. Dort wurde er zur „schadlosen Verwertung“ eingeschmolzen. Das teilt die Bundesregierung auf eine Nachfrage des linken Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel mit (Schriftliche Frage, Antwort am 28. Oktober 2020).

Die Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (BMU) schreibt:

„Ihre Schriftliche Frage mit der Arbeitsnummer 10/340 vom 22. Oktober 2020 (Eingang im Bundeskanzleramt am 23. Oktober 2020) beantworte ich wie folgt:

Frage 10/340:
„ Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Hintergründe des Exports von Teilen des Reaktordruckbehälters des stillgelegten AKW Obrigheim in die USA, und was soll nach Kenntnis der Bundesregierung mit den bei weiteren Behandlungsschritten anfallenden radioaktiven Abfällen passieren (bitte erläutern https://rdl.de/beitrag/deckel-des-reaktordruckbeh-lters-des-akw-obrigheim-die-usa-verschoben)?“

Antwort:
Der Deckel des Reaktordruckbehälters des Atomkraftwerks Obrigheim wurde vor Ort in vier Teile zerlegt und im Auftrag der EnBW Kernkraft GmbH durch die GNS Gesellschaft  für Nuklear-Service mbH auf dem Seeweg in die USA zur Firma Energy Solutions, Oak  Ridge, Tennessee, transportiert, um ihn schadlos zu verwerten. Dies erfolgte durch Einschmelzen. Radioaktive Abfälle sind nach Kenntnis der Bundesregierung dabei nicht angefallen. Darüber hinaus ist bekannt, dass die Firma Energy Solutions aus eingeschmolzenem Metall Abschirmmaterialien für die kemtechnische Industrie herstellt (https://www.energysolutions.com/waste-processing/bear-creek-processing-facility/)“

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