Ingrid Remmers, MdB: Mobilitätsgerechtigkeit! Die Verkehrswende ist eine soziale Frage

Klimakrise, Luftverschmutzung, Lärmbelastungen – die Krise unseres Verkehrssystems wird oft als eine rein ökologische diskutiert. Grünere Antriebe oder hohe Parkraumgebühren aber greifen das einseitig auf das
Auto ausgerichtete System kaum an. Noch mehr Autos können nicht die Lösung sein, denn Autos bieten keine Mobilität für alle Menschen. Die Verkehrswende muss sozial gerecht sein, unterschiedliche Zugänge und Verteilungsfragen beachten. Denn nur auf technische Lösungen zu setzen, löst diese sozialen Schieflagen nicht auf, wodurch sie sich verschärfen. Eine Verkehrswende muss als soziale und ökologische Transformation gedacht werden. Alle Menschen müssen endlich in den Mittelpunkt von Verkehrspolitik gestellt werden – nicht nur Autofahrer*innen.

Der Arbeitskreis “Sozial-ökologischer Umbau und Haushalt” der Linksfraktion im Bundestag hat dazu 12 Thesen verfasst. 

  1. Mobilität ist Daseinsvorsorge
  2. Der Vorrang fürs Auto ist nicht gerecht
  3. Ungleiche Lastenverteilung
  4. Soziale Fragen verknüpfen
  5. Die Schwächsten in den Mittelpunkt stellen
  6. Steuerung durch Umverteilung
  7. Mobilitätsgerechtigkeit überall – in der Stadt und im ländlichen Raum
  8. Partizipation und Repräsentation
  9. Transparenz und Demokratie
  10. Verkehrswende als sozial-ökologische Industriepolitik
  11. Gute Löhne und gute Jobs
  12. Mobilitätsrevolution statt Flugtaxis

Die 12 Thesen Mobilitätsgerechtigkeit hier nachzulesen. Wir freuen uns über eine gemeinsame Diskussion am 5. Mai 2021 um 16 Uhr. Infos und Anmeldung gibt es hier!

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