Jutta Krellmann, MdB: Solidarität mit den Beschäftigten in der Fleischindustrie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit Wochen kämpft Ihr zusammen mit Eurer Gewerkschaft NGG für einen flächendeckenden Tarifvertrag. Doch Eure Arbeitgeber legen statt vernünftigen Angeboten, nur ein kümmerliches Angebot vor. Sie wollen Euch mit einem Stundelohn von gerade einmal 10,50 Euro abspeisen und das, bei der harten, körperlichen Arbeit die Ihr tagtäglich leistet. Ihr, die Beschäftigten in der Fleischindustrie, habt in den letzten Monaten dafür gesorgt, dass die Regale in den Supermärkten voll waren. Ihr habt die Produktion am Laufen gehalten und das, bei erschwerten Arbeitsbedingungen. Ihr müsst tagtäglich mit mehreren Menschen auf engem Raum verbringen, in Hallen teils ohne ausreichende Lüftung. Ihr habt jeden Tag Eure Gesundheit aufs Spiel gesetzt, damit im Supermarkt die Ware nicht ausgeht. Die Forderung der NGG nach einem flächendeckenden Tarifvertrag und 12,50 Euro Stundenlohn, sind alles andere als überzogen, sondern würden endlich die verdiente Wertschätzung zeigen. Die Pandemie und die Corona Ausbrüche in den Fabriken haben doch nur verdeutlicht, welche Arbeitsbedingungen seit Jahren herrschen. Die unmenschlichen Arbeitsbedingen müssen endlich ein Ende haben, das muss die Lehre dieser Krise sein! Das Angebot Eurer Arbeitgeber ist beschämend und ein Schlag ins Gesicht für Euch, die Beschäftigten, und Eure Familien. Ihr habt unsere volle Solidarität und Unterstützung. Wir wünschen Euch weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen und viel Erfolg bei Euren Streiks. Ihr habt völlig Recht, auf die Straße zu gehen und zu kämpfen. Wenn wir Euch in irgendeiner Form unterstützen können, dann meldet Euch gerne.

Solidarische Grüße,

Susanne Ferschl & Jutta Krellmann

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