Kathrin Vogler, MdB: „Billig weggekommen“

Die Bundesregierung hat letztes Jahr wegen der COVID-19-Pandemie, wie es heißt, ‚aufgabenspezifische bzw. personelle Anpassungen und Änderungen‘ vorgenommen wurden. Zugleich weist das Bundesverteidigungsministerium darauf hin, dass ja auch höhere Kosten anfallen, wegen der isolierten Unterbringung vor und nach  der Verlegung oder durch Testungen von Verdachtsfällen und die Rückführung infizierter Soldaten. Es ist schwer erträglich, dass die Bundeswehr ihre millionenteuren Kriegseinsätze im Ausland trotz der weltweiten humanitären Krise unbeirrt fortführt und auch noch ‚pandemiebedingte Mehrausgaben‘ dafür geltend macht. In Afghanistan und Mali, wo die Bundeswehr letztes Jahr pandemiebedingt das meiste Geld eingespart hat, stehen für 1.000 Einwohner je ein halbes bzw. ein zehntel Krankenhausbett zur Verfügung; 5,6 Betten sind es zum Vergleich in der EU. Es wäre eine angemessene Geste und sehr sinnvoll, wenn die Bundesregierung die bei der Bundeswehr eingesparten Mittel in die Gesundheitssysteme dieser Länder investierte. Jahr über 5 Mio. Euro eingespart, weil in den Auslandseinsätzen

Die taz berichtet am 24. Februar 2021

 

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