Kathrin Vogler, MdB: Eine Pandemie lässt sich nicht einfach „absagen“

„In einer Situation, in der alle Expert:innen den erneuten massiven Anstieg der Infektionen und Krankenhauseinweisungen befürchten, ist eine solche Forderung populistisch und verantwortungslos. Die Bundesregierung, die seit Monaten im Sommerschlaf liegt, müsste jetzt handeln. Stattdessen werden freiwillige Antigen-Schnelltests kostenpflichtig gemacht und Ungeimpfte im Fall eines positiven PCR-Tests von der Lohnfortzahlung bei Quarantäne ausgeschlossen. Das ist völlig kontraproduktiv und sorgt nur dafür, dass noch mehr Infektionen nicht rechtzeitig erkannt werden können, weil Beschäftigte aus Angst vor Einkommensverlusten Tests vermeiden werden.“

Vogler weiter: „Was jetzt nötig wäre, ist eine breite Test- und Impfoffensive mit möglichst vielen aufsuchenden Angeboten, gerade dort, wo die Impfraten noch niedrig sind. Zum Semesterbeginn mit Präsenzveranstaltungen sollte an jeder Hochschule ein Impfmobil stehen, aber auch in benachteiligten Stadtteilen braucht es Impfangebote an zentralen Orten möglichst rund um die Uhr. Weggucken und wegducken sind keine Lösung.“

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